BioNTech plant Standortschließungen und 1.860 Stellenstreichungen
BioNTech plant die Schließung mehrerer Standorte und die Streichung von bis zu 1.860 Stellen, da der Produktionsbedarf für COVID-Impfstoffe gesunken ist. Die betroffenen Standorte befinden sich in Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen.
Die Schließungen sollen dem Unternehmen jährlich rund 500 Millionen Euro einsparen. BioNTech hatte CureVac im Dezember 2025 für 1,25 Milliarden Dollar übernommen, jedoch steht die Forschung in Tübingen seit August 2025 still.
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete BioNTech einen Verlust von 532 Millionen Euro. Nach der Ankündigung fiel die BioNTech-Aktie um mehr als fünf Prozent.
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, äußerte sich besorgt: „Das ist ein schwerer Schlag für Tübingen, für Baden-Württemberg und vor allem für die vielen hochqualifizierten Beschäftigten.“ Ingmar Hoerr, Mitgründer von CureVac, bedauert ebenfalls die Auswirkungen auf die Mitarbeiter.
Aussagen von Betroffenen:
- Boris Palmer: „Erst kaufen, dann killen, das geht so nicht.“
- Ingmar Hoerr: „Mir tut es vor allem für die Mitarbeiter leid, die seit Anbeginn dabei sind.“
- IHK Reutlingen: „Die Schließung von CureVac in Tübingen ist ohne Zweifel ein schwerer Schlag für den Standort.“
Trotz der Herausforderungen bleibt BioNTech bestrebt, ihre mRNA-Technologie weiterzuentwickeln und auch in der Krebsforschung aktiv zu bleiben. Die nächsten Schritte sind noch unklar.