Sonnenschutzmittel: Günstige Produkte schneiden im Test besser ab
Eine neue Untersuchung von Öko-Test zeigt, dass die günstigsten Sonnencremes die besten Bewertungen erhalten haben. Die Studie prüfte 26 Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF) 50 und 50+. Diese Erkenntnis stellt die Annahme in Frage, dass ein hoher Preis gleichbedeutend mit hoher Qualität ist.
Zwei Produkte erhielten die Gesamtnote „sehr gut“. Die teuerste Sonnencreme im Test, Lancaster Sun Beauty Body Milk SPF 50, schnitt hingegen nur mit „befriedigend“ ab. Elf weitere Produkte erhielten die Note „gut“, während drei mit „ausreichend“ bewertet wurden.
Zwei Produkte fielen sogar mit „mangelhaft“ durch. Darunter befand sich eine zertifizierte Naturkosmetik-Creme. In fünf von 26 getesteten Sonnenschutzmitteln wurde der verbotene Weichmacher DnHexP gefunden, was Bedenken hinsichtlich der Inhaltsstoffe aufwirft.
Die Sundance Sonnencremegel Sport LSF 50 kostet nur 2,63 Euro pro 100 ml. Noch günstiger ist die Sun D’Or Sonnenmilch LSF 50 für 1,88 Euro pro 100 ml. Im Vergleich dazu liegt der Durchschnittspreis der teuersten Sonnencreme bei 9,14 Euro pro 100 ml.
Hautkrebs ist die häufigste Krebserkrankung in Deutschland – und die Fallzahlen steigen seit Jahren. Experten warnen davor, sich auf teure Produkte zu verlassen. Ein hoher Preis ist dabei keine Garantie für ein gutes Gesamturteil.
Die Stiftung Warentest hat ebenfalls 26 Sonnenschutzmittel getestet und acht Testsieger ermittelt. Sieben Produkte fielen durch und erhielten die Note „mangelhaft“, darunter die drei teuersten Produkte im Test.
Die Tester untersuchten Produkte mit Lichtschutzfaktor (LSF) 30, 50 und 50+ nach einem neuen Standard, der seit Dezember 2024 gilt. Wer sich darauf verlässt, bleibt kürzer geschützt als gedacht und bemerkt dies oft erst, wenn der Sonnenbrand bereits weh tut.