Fußball-WM - Frankreichs Deschamps: Spanien bleibt Favorit - Sport - SZ.de
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Arlington: Frankreichs Deschamps sieht Spanien als Favoriten im WM-Halbfinale

Vor dem mit Spannung erwarteten Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen Frankreich und Spanien hat der französische Nationaltrainer Didier Deschamps die Favoritenrolle klar dem Gegner zugeschoben. In einer Pressekonferenz in Arlington bestätigte Deschamps seine Ansicht, dass Spanien der große Titelanwärter des Turniers sei. Diese Einschätzung hatte er bereits in den Wochen zuvor mehrfach geäußert.

Deschamps betonte, dass er den amtierenden Europameister als das stärkste Team im Wettbewerb betrachtet. Er hob hervor, dass Spanien in den letzten sechs oder sieben Spielen lediglich ein Gegentor kassiert habe, was die defensive Stärke der Mannschaft unterstreiche. Das bevorstehende Spiel, das am Dienstag um 21.00 Uhr stattfindet und im ZDF sowie auf MagentaTV übertragen wird, erwartet er als eine Partie von hoher Qualität, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.

Psychologische Vorbereitung auf das Duell

Das Aufeinandertreffen der beiden Fußballnationen wird bereits im Vorfeld von psychologischen Aspekten begleitet. Frankreich, das mit sechs Siegen und 16 Toren souverän ins Halbfinale einzog, trifft nun auf den wohl stärksten Gegner des Turniers. Deschamps‘ öffentliche Zuweisung der Favoritenrolle an Spanien könnte als Versuch gewertet werden, den Druck auf die Iberer zu erhöhen.

Der französische Weltmeistertrainer erklärte, dass Spanien aufgrund seiner bisherigen Leistungen unter zusätzlichem Druck stehe. Er erinnerte daran, dass Spanien zwar das Finale der Nations League gegen Portugal verloren habe, aber dennoch eine sehr gute Mannschaft mit vielen Stärken sei. Deschamps hob hervor, dass es sich um das erste Halbfinale der Weltmeisterschaft handele und das Niveau dementsprechend hoch sein werde.

Die Zahlen im Turnierverlauf scheinen die Einschätzung von Deschamps zu untermauern. Spanien ist im aktuellen Turnier noch ungeschlagen und hat bisher nur ein Gegentor hinnehmen müssen. Frankreich hingegen hat in der K.o.-Phase bislang kein Gegentor kassiert, was die defensive Stabilität der Les Bleus hervorhebt.

Kaderstärke und individuelle Duelle

Für Frankreich stehen wichtige Spieler wie Kylian Mbappé von Real Madrid und sein Vereinskollege Aurélien Tchouaméni zur Verfügung. Tchouaméni hatte im Achtel- und Viertelfinale aufgrund von Adduktorenproblemen gefehlt, ist aber nun wieder einsatzbereit. Mbappé, der beim 2:0-Sieg gegen Marokko angeschlagen ausgewechselt wurde, soll laut Deschamps zu 100 Prozent fit sein und normal trainiert haben. Kurz nach dem Marokko-Spiel hatte Mbappé selbst angegeben, dass es ihm bereits wieder besser gehe.

Ein weiteres spannendes Element des Halbfinales ist das Fernduell zwischen Kylian Mbappé und dem argentinischen Superstar Lionel Messi. Beide Spieler führen die Torschützenliste des Turniers mit jeweils acht Treffern an und kämpfen um den Goldenen Schuh. Dies fügt dem ohnehin schon hochkarätigen Duell eine zusätzliche individuelle Komponente hinzu.

Für Frankreich geht es in diesem Halbfinale um den möglichen dritten WM-Titel nach den Erfolgen in den Jahren 1998 und 2018. Spanien hingegen träumt von seinem zweiten Triumph nach dem Titelgewinn im Jahr 2010. Das zweite Halbfinale, das einen Tag später stattfindet, wird zwischen Argentinien und England ausgetragen.

Das Halbfinale verspricht ein spektakuläres Spiel zu werden, bei dem beide Mannschaften ihre Stärken ausspielen wollen, um ins Finale einzuziehen. Das Spiel zwischen Frankreich und Spanien findet am Dienstag statt.

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Source: sueddeutsche.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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