Carapaz gewinnt 18. Tour-Etappe vor erneut starkem Schmid
Carapaz gewinnt 18. Tour-Etappe vor erneut starkem Schmid

Carapaz gewinnt 18. Tour-Etappe, Pogačar verteidigt Gelbes Trikot

Carapaz sichert sich Etappensieg

Richard Carapaz (EF Education – EasyPost) hat die 18. Etappe der 113. Tour de France für sich entschieden. Der Ecuadorianer setzte sich über 185,2 Kilometer von Voiron nach Orcières-Merlette durch und erreichte die Bergankunft als Solist. Dies ist sein zweiter Tagessieg bei einer Frankreich-Rundfahrt.

Carapaz überquerte die Ziellinie mit einem Vorsprung von 45 Sekunden vor dem Schweizer Mauro Schmid (Jayco – AlUla) und dem US-Amerikaner Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike). Der Franzose Valentin Paret-Peintre (Soudal – Quick-Step) belegte den vierten Platz mit einem Rückstand von 1:14 Minuten, gefolgt vom Norweger Tobias Johannessen (Uno-X Mobility) auf Rang fünf mit 1:57 Minuten Rückstand.

Nach seinem Triumph äußerte sich Carapaz: „Es ist ein sehr besonderer Moment, hier bei der Tour zu gewinnen. Es ist etwas, wofür man einfach alles geben muss. Ich möchte diesen Sieg meiner Familie widmen. Das ist das Wichtigste für mich.“

Rennverlauf und Favoritengruppe

Die Etappe war von zahlreichen Attacken geprägt. An der Cote d’Engins sicherte sich Valentin Paret-Peintre den Bergpreis vor Carapaz. In der Abfahrt bildete sich eine Ausreißergruppe, zu der unter anderem Mads Pedersen (Lidl – Trek), Jorgenson, Johannessen und Thymen Arensman (Netcompany – Ineos) gehörten.

Später schloss eine von Paret-Peintre und Carapaz angeführte Verfolgergruppe auf, wodurch eine neue, 14-köpfige Spitzengruppe entstand. Zu dieser Gruppe zählten auch Schmid, Egan Bernal (Netcompany – Ineos) und Raul Garcia Pierna (Movistar). Hinter diesen Gruppen kontrollierte das Team von Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) das Geschehen.

Pedersen gewann den Zwischensprint 56 Kilometer vor dem Ziel und sammelte 25 Punkte für die Punktewertung, bevor er sich zurückfallen ließ. Danach zerfiel die Spitzengruppe, und Carapaz, Jorgenson, Johannessen, Paret-Peintre, Garcia Pierna und Schmid blieben übrig. Paret-Peintre gewann 19 Kilometer vor dem Ziel einen weiteren Bergpreis.

Auf dem 7,1 Kilometer langen Schlussanstieg nach Orcières-Merlette, der eine durchschnittliche Steigung von 6,7 Prozent aufweist, betrug der Vorsprung der Ausreißer noch 5:40 Minuten. 4,5 Kilometer vor dem Ziel attackierte Jorgenson, kurz darauf beschleunigte Carapaz und konnte sich 3400 Meter vor dem Ende von seinen Begleitern absetzen.

Richard Carapaz setzte sich am Schlussanstieg ab
Richard Carapaz setzte sich am Schlussanstieg abFoto:Loic Venance / AFP Credit: spiegel.de

Pogacar verteidigt Gelbes Trikot

Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) erreichte das Ziel mit rund viereinhalb Minuten Rückstand in der kleinen Favoritengruppe. Er verteidigte auf dieser ersten von drei Alpenetappen sein Gelbes Trikot gegenüber Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe), dessen Rückstand unverändert 4:32 Minuten beträgt. Pogacars Teamkollege Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) bleibt Dritter mit 6:51 Minuten Rückstand, gefolgt von Paul Seixas (Decathlon – CMA CGM / +7:11) und Juan Ayuso (Lidl – Trek / +9:22).

Berichten zufolge gibt es Gerüchte über gesundheitliche Probleme bei Pogacar, die durch die Wahl seiner Hose befeuert werden. Aus der Gruppe der Favoriten gab es keine nennenswerten Attacken, abgesehen vom Schlusssprint, den Lenny Martinez (Bahrain Victorious) gewann, wobei sich keine Zeitabstände ergaben.

Drei Fahrer von Pogacars Team, Tim Wellens, Brandon McNulty und Florian Vermeersch, hatten im ersten Anstieg den Anschluss verloren und kämpften sich im Gruppetto durch die Etappe. Der US-Amerikaner McNulty erreichte den Zwischensprint mehr als eine halbe Stunde nach dem Hauptfeld und stieg dort in den Besenwagen.

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Source: radsport-news.com

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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