England sichert sich dritten Platz bei der Weltmeisterschaft nach 6:4-Sieg über Frankreich
England hat sich in einem torreichen Spiel um den dritten Platz bei der FIFA-Weltmeisterschaft mit einem 6:4-Sieg gegen Frankreich durchgesetzt. Das Spiel, das in Miami stattfand, war geprägt von zahlreichen Toren und einem spannenden Verlauf, insbesondere in der zweiten Halbzeit.
Bereits zur Halbzeit führte das Team von Trainer Thomas Tuchel mit 4:0. Diese frühe Führung wurde durch Tore von Declan Rice in der dritten Minute, Ezri Konsa in der 18. Minute und einem Doppelpack von Bukayo Saka in der 37. und 45.+1 Minute erzielt. Die Leistung in der ersten Hälfte wurde als sehr spielfreudig und effizient beschrieben, was zu einem scheinbar bereits entschiedenen Spiel führte.
Trotz des deutlichen Rückstands gab sich Frankreich nicht geschlagen und startete eine beeindruckende Aufholjagd in der zweiten Halbzeit. Kylian Mbappé erzielte einen Doppelpack in der 48. und 66. Minute, und Bradley Barcola traf in der 54. Minute, wodurch Frankreich bis auf ein Tor herankam und den Spielstand auf 3:4 verkürzte. Die Equipe Tricolore zeigte nach dem Seitenwechsel eine starke Reaktion und sorgte für erhebliche Spannung.
In der Schlussphase wurde das Spiel erneut turbulent. Bukayo Saka verwandelte in der 87. Minute einen Foulelfmeter zum 5:3 für England, was seine dritte Torbeteiligung in diesem Spiel markierte. Doch Ousmane Dembélé brachte Frankreich in der 90.+6 Minute mit einem weiteren Treffer zum 4:5 erneut heran und sorgte für weitere Dramatik. Die endgültige Entscheidung fiel in der 90.+8 Minute, als Jude Bellingham das zehnte Tor der Partie erzielte und damit den 6:4-Endstand besiegelte.
Das Spiel wurde als das torreichste dieser Weltmeisterschaft und das torreichste Spiel um den dritten Platz in der Geschichte beschrieben. Mit insgesamt zehn Treffern übertraf es das Ergebnis von 1958, als Frankreich mit 6:3 gegen Deutschland gewann. Die Statistiken zeigten eine ausgeglichene Partie mit 19:19 Torschüssen und ähnlichen xG-Werten von 2,80 zu 2,89, was darauf hindeutet, dass eine Verlängerung ebenfalls verdient gewesen wäre.
Für England ist dies das erste Mal in der Geschichte, dass sie den dritten Platz bei einer Weltmeisterschaft erreichen. Trainer Thomas Tuchel konnte mit diesem Erfolg seine Kritiker zumindest teilweise besänftigen und das beste englische WM-Ergebnis seit dem Triumph im Jahr 1966 erzielen. Die Three Lions sicherten sich somit einen spektakulären vorletzten WM-Abend.
Auf der französischen Seite war es das letzte Spiel von Didier Deschamps als Trainer der französischen Nationalmannschaft. Obwohl das Ergebnis nicht seinen Vorstellungen entsprach, war die Partie denkwürdig. Frankreich verlor zum zweiten Mal in vier Versuchen das Spiel um die Bronzemedaille.
Nach dem Spiel werden die Spieler ihren wohlverdienten Urlaub antreten, bevor sie in das Training ihrer jeweiligen Klubs zurückkehren. Die nächsten Länderspiele sind für September angesetzt. Frankreich wird am 25. September in der Nations League in der Türkei antreten, während England einen Tag später Spanien empfängt.

Während des Spiels gab es mehrere Auswechslungen. Bei England kam Jude Bellingham für Eberechi Eze in der 79. Minute ins Spiel, und Elliot Anderson ersetzte Ivan Toney. Später in der Partie musste Jarell Quansah behandelt werden und wurde durch Reece James ersetzt. Kurz vor Schluss durfte Trevoh Chalobah noch für Marc Guehi aufs Feld, der bei dieser WM noch nicht zum Einsatz gekommen war.
Auf französischer Seite gab es ebenfalls Wechsel, darunter Jules Koundé, der für Malo Gusto eingewechselt wurde. Eine Verletzungsunterbrechung gab es in der 90.+4 Minute, als Spence mit Krämpfen am Boden lag, nachdem er zuvor den Ball gegen Olise erobert hatte. Das Spiel war auch von einer Trinkpause in der 70. Minute unterbrochen, die das Tempo kurzzeitig verlangsamte.
Die Partie war von zahlreichen Offensivaktionen geprägt, und es gab viele Chancen auf beiden Seiten. Ein Beispiel dafür war, als Olise in der 81. Minute eine klare Chance vergab, nachdem er von Barcola und Dembélé in Szene gesetzt worden war. Auch Bellingham hatte kurz nach seiner Einwechslung eine Möglichkeit, konnte aber Maignan nicht überwinden. Die Defensive auf beiden Seiten wurde im Laufe des Spiels weniger dominant, was zu einem offenen Schlagabtausch führte. Das Spiel endete mit einem 6:4-Sieg für England.
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Source: tagesschau.de
