WM 2026: Was das Klopp-Geheimtreffen in New York für die Bayern bedeutet - BILD
WM 2026: Was das Klopp-Geheimtreffen in New York für die Bayern bedeutet - BILD

New York: Klopp und DFB einigen sich auf Zusammenarbeit bis zur WM 2030

Geheimtreffen in New York

Jürgen Klopp und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) haben sich auf eine Zusammenarbeit bis zur WM 2030 geeinigt. Dies wurde bei einem Treffen in einem New Yorker Flughafenhotel entschieden, das 36 Kilometer vom Endspiel-Stadion entfernt stattfand. An den Verhandlungen waren DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke beteiligt. Watzke, der als „Kanzler“ bekannt ist, führte bereits die ersten Vorgespräche mit Klopp.

Während des Treffens in New York saß Watzke mit Neuendorf am Tisch und zog sich in den Pausen mit Klopp für emotionale Gespräche zurück. Ein Kollege beobachtete die Verhandlungen über einen Zeitraum von 4 Stunden und 14 Minuten. Für die endgültige Bestätigung der Zusammenarbeit muss nun noch Klopps bisheriger Arbeitgeber Red Bull seine Freigabe erteilen.

Klopp ist laut Umfragen der bevorzugte Bundestrainer der Deutschen. Seine Verpflichtung könnte die Machtverhältnisse im deutschen Fußball verändern. In seiner Zeit bei Borussia Dortmund gewann Klopp zweimal die Meisterschale und den DFB-Pokal, unter anderem in einem 5:2-Finale gegen die Bayern.

Strukturwandel im DFB

Klopp hat seine Vision für den DFB dargelegt, die eine Veränderung der Strukturen im Verband beinhaltet. Er betonte, dass er die notwendigen Befugnisse benötigt, um diese Veränderungen umzusetzen. Dies war sicherlich ein wichtiger Bestandteil der Verhandlungen in New York.

Er äußerte sich dazu, dass es in einem Fußballverein immer um zwei Dinge gehe: das nächste Spiel und die Zukunft der gesamten Organisation. Für ihn ist es wichtig, die Strukturen zunächst kennenzulernen, bevor man sie verändern kann, da Außenstehende oft nicht wissen, was intern passiert.

Die zukünftige Führung der Nationalmannschaft wird nun maßgeblich von dem Trio Klopp, Sportdirektor Rudi Völler und Hans-Joachim Watzke getragen. Auffällig ist, dass keiner dieser Beteiligten eine Vergangenheit beim FC Bayern München hat, was sich von Klopps Vorgängern Hansi Flick und Julian Nagelsmann unterscheidet.

Thomas Müller: Er sieht in Jürgen Klopp mehr als nur einen Trainer.
Thomas Müller: Er sieht in Jürgen Klopp mehr als nur einen Trainer. (Quelle: JOERAN STEINSIEK/imago-images-bilder) Credit: t-online.de

Reaktionen und Kaderfragen

Die Bayern haben sich bisher zurückhaltend zur Personalie des Bundestrainers geäußert. Es gab weder öffentliche Kritik noch Begeisterung von Seiten des Rekordmeisters. Trotz der neuen Konstellation im DFB, die stärker von ehemaligen BVB-Vertretern geprägt zu sein scheint, wird Klopp nicht an bestimmten Bayern-Spielern vorbeikommen.

Spieler wie Jonathan Tah, Joshua Kimmich und Jamal Musiala (sofern er wieder zu seiner alten Form findet) könnten wichtige Rollen spielen. Auch die Frage nach dem Kapitän der Nationalelf wird spannend. Im deutschen Tor ist die Situation ebenfalls offen, mit Spielern wie Jonas Urbig im Fokus.

Jürgen Klopp ist nicht der erste Bundestrainer, dessen Verpflichtung in New York besiegelt wurde. Bereits im Jahr 2004 reiste der damalige DFB-Präsident Mayer-Vorfelder in geheimer Mission nach New York, um mit Jürgen Klinsmann, ebenfalls in einem Flughafenhotel, die Position des Bundestrainers zu klären. Dies führte zur Heim-WM 2006, bei der Deutschland den dritten Platz erreichte.

Read Also

Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

Written by

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

You may also like...