Münchner Löwen-Fans kaufen erneut Dauerkarten für die Regionalliga
Unglaublicher Dauerkarten-Verkauf beim TSV 1860 München
Die Fans des TSV 1860 München haben erneut eine bemerkenswerte Unterstützung für ihren Verein gezeigt. Innerhalb von nur vier Stunden wurden 3600 Dauerkarten verkauft. Weniger als 24 Stunden nach der Öffnung des Online-Portals wurde bereits die Marke von 5000 Dauerkarten überschritten. Dies geschieht, obwohl viele dieser Fans bereits zuvor Dauerkarten erworben hatten.
Im Mai sicherten sich rund 8000 Anhänger eine Dauerkarte in der Erwartung, die kommende Saison in der 3. Liga zu verfolgen. Ein Stehplatz kostete damals 330 Euro, ein Sitzplatz 660 Euro. Nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga, der Insolvenz und der Neugründung einer Spielbetriebsgesellschaft wurden die Einnahmen von rund vier Millionen Euro aus dem Dauerkartenverkauf Teil der Insolvenzmasse. Eine anteilige Rückerstattung könnte Jahre in Anspruch nehmen.
Trotz dieser Umstände zeigen die Fans weiterhin ihre Treue. Für die Regionalliga kostet ein Stehplatz nun 285 Euro und ein Sitzplatz 589 Euro. Es wird erwartet, dass der Verein am Ende über 8000 Karten verkaufen und damit rund drei Millionen Euro einnehmen könnte. Der Verkauf soll bei 9500 Dauerkarten gestoppt werden, um Kontingente für Gästetickets, Tageskarten und VIP-Tickets zu gewährleisten, da das Grünwalder Stadion eine Kapazität von 15000 Zuschauern hat.
Hintergrund des Zwangsabstiegs und der Insolvenz
Der TSV 1860 München erhielt keine Lizenz für die 3. Liga und musste daher zwangsweise in die Regionalliga absteigen. Dies ist das zweite Mal nach 2017, dass der Klub diesen Schritt gehen muss. Der Zwangsabstieg wurde durch einen Streit mit Investor Hasan Ismaik ausgelöst, da die vom DFB geforderten 2,7 Millionen Euro nicht nachgewiesen werden konnten.
Die Profi-Fußballgesellschaft des Vereins beantragte offiziell die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das zuständige Amtsgericht München bestellte Max Liebig zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Die Gehälter der Mitarbeiter sind laut Mitteilung mindestens bis einschließlich August 2026 durch das Insolvenzgeld gesichert. Der eingetragene Verein TSV 1860 München e.V. ist von den vorläufigen Insolvenzverfahren nicht betroffen.
Der Verein legte Beschwerde gegen den Zwangsabstieg beim DFB ein, die jedoch als sehr gering eingeschätzt wurde. Die ursprüngliche Lizenzfrist war am 4. Juni abgelaufen. Eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Bundesgericht sollte klären, ob der Nachweis der für die Lizenzerteilung notwendigen Summe von 2,3 Millionen Euro, die Investor Hasan Ismaik angeblich bereitgestellt hatte, rechtens war.
Saisonstart und Ausblick
Die Löwen starten am Samstag um 14 Uhr in Schweinfurt in die neue Saison. Das erste Heimspiel findet am Freitag, den 7. August, um 19 Uhr gegen Augsburg II statt und wird voraussichtlich vor ausverkauftem Haus ausgetragen.

Source: bild.de
