Vogesen-Etappe: Teamchef Denk sieht Red Bull-Bora-hansgrohe weiterhin auf Kurs
Nach der 14. Etappe der Tour de France durch die Vogesen zeigte sich Ralph Denk, Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe, trotz Zeitverlusten für seine Fahrer Florian Lipowitz und Remco Evenepoel unbesorgt. Denk betonte im teameigenen Podcast, dass das Team weiterhin „voll auf Kurs“ sei und die Stimmung in der Mannschaft gut bleibe. Er verwies auf das bevorstehende Zeitfahren und die Etappen in den Alpen, wo Minuten und nicht Sekunden entscheidend sein werden.
Auf der Etappe nach Le Markstein, die von Tadej Pogacar gewonnen wurde, konnten Lipowitz und Evenepoel nicht mit allen Rivalen um die verbleibenden Podiumsplätze mithalten. Denk bewertete die Etappe dennoch positiv und forderte, den Fokus auf die kommenden Tage zu richten. Derzeit kämpfen laut Denk sechs Fahrer um die Plätze zwei und drei der Gesamtwertung. Vor der 15. Etappe liegt Jonas Vingegaard auf dem zweiten Platz, während Evenepoel Dritter ist und Lipowitz den sechsten Platz belegt.
Taktische Manöver und Teamzusammenhalt
Die 14. Etappe war geprägt von taktischen Entscheidungen, insbesondere durch Pogacar, der nicht nur den Tagessieg sicherte, sondern auch seinem Teamkollegen Isaac Del Toro zu einem Podiumsplatz verhalf. Del Toro konnte auf dieser Etappe wichtige Sekunden auf seine Konkurrenten, darunter auch Lipowitz und Evenepoel, gutmachen. Der 22-jährige Mexikaner entschied den Sprint um Platz zwei vor Paul Seixas für sich und sammelte Bonifikationssekunden.
Für das Team Red Bull-Bora-hansgrohe verlief die Etappe nicht ohne Rückschläge. Evenepoel fiel am letzten Anstieg früh aus der Favoritengruppe zurück, und Lipowitz konnte das Tempo von Vingegaard und Seixas im Finale nicht halten. Lipowitz räumte ein, dass ihm am Ende die Beine nicht ganz reichten. Trotz der individuellen Schwierigkeiten wurde der Zusammenhalt im Team gelobt. Evenepoel berichtete, dass er Lipowitz zur Zusammenarbeit aufrief, als er zu ihm aufschloss, was seiner Meinung nach gut funktionierte.
Experten wie Robert Bengsch lobten die Überlegenheit des UAE Team Emirates, deren Fahrweise auf dieser Etappe einem „Computerspiel“ glich. Del Toro konnte durch Pogacars taktische Unterstützung seinen Rückstand auf Vingegaard und Seixas minimieren und wichtige Sekunden auf Juan Ayuso, Evenepoel und Lipowitz gutmachen, die kurz nach dem ersten Verfolger-Trio ins Ziel kamen. Seixas, der 19-jährige Fahrer, verbesserte sich im Klassement von Platz sechs auf vier und zeigte sich selbstbewusst bezüglich seiner Fähigkeiten über eine dreiwöchige Rundfahrt.
Ausblick auf die kommenden Etappen
Florian Lipowitz äußerte sich vor der Etappe, dass man danach mehr über die Position seines Teams im Kampf um die Podiumsplätze wissen würde. Trotz der Zeitverluste bleibt das Team zuversichtlich. Lipowitz, der sich seiner Bergform weiterhin sicher ist, zeigte sich stolz auf die Teamleistung und betonte, dass nicht allzu viel Zeit verloren wurde. Er blickt von Tag zu Tag und hofft auf Erholung für die nächste Etappe.
Remco Evenepoel zeigte sich ebenfalls zuversichtlich für die kommenden Herausforderungen. Insbesondere die 15. Etappe mit ihrem steilen Schlussanstieg zum Plateau de Solaison könnte ihm entgegenkommen, da es sich um eine längere Anstrengung mit konstanter Steigung handelt, die zu seinem Fahrstil passen soll. Er hat den Anstieg bereits mehrfach besichtigt. Evenepoel setzt zudem auf seinen Zeitfahr-Vorteil am Tag nach dem Ruhetag, um verlorene Zeit zurückzugewinnen und einen Etappensieg anzustreben.
Teamkollege Maxim Van Gils bekräftigte das Ziel, mit beiden Fahrern das Podium zu erreichen. Er wies darauf hin, dass die dritte Woche die härteste sei und das Zeitfahren beiden Fahrern entgegenkomme. Die bisherigen Zeitverluste in Sekunden würden am Ende, wenn es um Minuten gehe, weniger ins Gewicht fallen. Evenepoel zeigte sich zufrieden mit seinem dritten Platz in der Gesamtwertung und blickt auf die Alpenetappen nach dem Zeitfahren, die längere und weniger explosive Anstiege bieten.
Die 14. Etappe war auch ein großes Fan-Fest, insbesondere in den Vogesen, wo tausende Anhänger die Fahrer anfeuerten. Felix Großschartner vom UAE Team Emirates und Pogacar zeigten sich beeindruckt von der Atmosphäre und dem Respekt unter den Fahrern. Lipowitz bedankte sich ebenfalls bei den Fans, die ihn besonders nahe der deutschen Grenze lautstark unterstützten.
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Source: sport1.de
