New York: Trump und Infantino äußern sich begeistert über WM-Verlauf
US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino haben sich kurz vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada sehr positiv über den bisherigen Verlauf des Turniers geäußert. Beide bezeichneten die Weltmeisterschaft als ein Ereignis von historischem Ausmaß. Die Äußerungen erfolgten vor dem Endspiel zwischen Spanien und Argentinien.
Trump sprach am Freitag im Trump Tower in New York von dem „erfolgreichsten Sportereignis, vielleicht sogar der Weltgeschichte“. Er betonte, dass die USA, entgegen früherer Annahmen, sich als Fußball-Land erwiesen hätten und dies voraussichtlich auch bleiben werde. Infantino schloss sich dieser Einschätzung an und bezeichnete die aktuelle Weltmeisterschaft nicht nur als die großartigste aller Zeiten, sondern auch als das größte menschliche, soziale und kulturelle Ereignis, das die Menschheit je erlebt habe.
Lob und mögliche zukünftige Bewerbungen
Infantino richtete sich direkt an Trump und sagte, dass die Weltmeisterschaft ohne dessen Unterstützung nicht so ein unglaublicher Erfolg gewesen wäre. Als Beleg für seine These führte der FIFA-Chef unter anderem die Zuschauerzahlen in den Stadien und vor den Fernsehgeräten an. Er erklärte, der „amerikanische Traum“ sei wahr geworden.
Bei einem FIFA-Empfang in New York deutete Trump zudem eine erneute Bewerbung der USA um eine Fußball-Weltmeisterschaft an. Er schlug vor, die USA erneut als Gastgeber auszuwählen, diesmal jedoch ohne Mexiko und Kanada. Infantino hatte laut einem Bericht eine andere Idee geäußert, nämlich eine gemeinsame Bewerbung der USA mit China für eine zukünftige Weltmeisterschaft. Trump scherzte über die kurzen Flüge zwischen den Spielen, die die Spieler lieben würden.
Zuvor hatte bereits Andrew Giuliani, der Leiter der FIFA-Taskforce des Weißen Hauses zur WM, eine mögliche Bewerbung der USA für die WM 2038 mit 64 Teams ins Gespräch gebracht. Trump sagte, er habe Infantino so verstanden, dass der FIFA-Chef die Weltmeisterschaft beim nächsten Mal noch größer machen werde. Infantino hatte zuletzt eine baldige WM-Erweiterung von aktuell 48 auf 64 Mannschaften nicht ausgeschlossen.
Herausforderungen und Spielerupdates
Trotz der positiven Stimmung gab es auch Herausforderungen. Am Freitag beschäftigte die US-Regierung und die FIFA die Frage, ob das Finale der Weltmeisterschaft in East Rutherford bei New York aufgrund von Waldbrand-Rauch verschoben oder verlegt werden müsste. Die Organisatoren beobachteten die Lage genau, wie Andrew Giuliani mitteilte. Der Rauch aus Kanada hatte zwischenzeitlich auch Washington erreicht. Meteorologe Peter Mullinax vom US-Wetterdienst NWS warnte, dass sich der Rauch bis Samstagmorgen verdichten könnte.
Auch die Finalisten sprachen ausführlich über den Zustand ihrer Spieler. Spaniens Trainer Luis de la Fuente gab ein Update zum Gesundheitszustand von Lamine Yamal. Yamal hatte im Halbfinale einen schmerzhaften Schlag auf den Oberschenkel erhalten. De la Fuente erklärte jedoch, dass Yamal in optimaler Form sei und mit der Mannschaft trainiert habe. Er sei im Halbfinale gegen Frankreich im Strafraum gefoult worden, was zum Elfmeter für Spanien führte.
Argentiniens Nationaltorwart Emiliano Martínez kämpft kurz vor dem Finale noch mit den Folgen einer Verletzung an der rechten Hand. Der 33-Jährige berichtete, dass seine Hand immer noch jeden Tag schmerze. Martínez hatte sich am 20. Mai vor dem Europa-League-Finale in Istanbul beim Aufwärmen verletzt und sich dabei den Ringfinger an der rechten Hand gebrochen. Trotz dieser Verletzung gewann er mit Aston Villa gegen den SC Freiburg. Er habe sich entschieden, eine notwendige Operation hinauszuzögern.
Argentiniens Superstar Lionel Messi äußerte sich zudem zu einem legendären Foto mit Lamine Yamal aus dem Jahr 2007. Messi, der damals 20 Jahre alt war, wurde mit dem erst wenige Monate alten Yamal in einer Plastikwanne für einen Wohltätigkeitskalender fotografiert. Messi zeigte sich überrascht über die Entwicklung und sagte, es sei „verrückt“, dass sie sich nun in einem WM-Finale gegenüberstehen.
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel konterte die Kritik nach dem WM-Scheitern im Halbfinale. Er betonte, dass ein Sieg im Spiel um Platz drei das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren wäre. England, der Weltmeister von 1966, trifft am Samstag in Miami Gardens auf Frankreich.
Präsident Donald Trump wird das Finale zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag persönlich im MetLife-Stadion in New Jersey verfolgen, wo auch der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez erwartet wird.
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Source: t-online.de
