Stuttgart: VfB-Mitgliederversammlung in der Porsche-Arena mit Finanzrekorden
VfB Stuttgart hält jährliche Mitgliederversammlung ab
Der VfB Stuttgart veranstaltete am Sonntag, den 26. Juli, seine jährliche ordentliche Mitgliederversammlung (MV) in der Porsche-Arena in Stuttgart. Die Veranstaltung begann um 11 Uhr, wobei der Einlass für die Mitglieder bereits ab 9:30 Uhr möglich war. Präsident Dietmar Allgaier leitete die Versammlung, die sich in diesem Jahr durch das Fehlen anstehender Wahlen als eher ruhig gestaltete.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Rede von Vorstandschef Alexander Wehrle. Mitglieder zeigten sich gespannt, welche Neuigkeiten oder „Zuckerle“ der VfB-Boss in diesem Jahr präsentieren würde. Im vergangenen Jahr hatte Wehrle beispielsweise die Vertragsverlängerung von Sebastian Hoeneß bekannt gegeben.

Während die Profimannschaft sich auf die kommende Saison 2026/27 vorbereitet, fand die Mitgliederversammlung parallel dazu statt. Die Tagesordnung umfasste unter anderem Abstimmungen über neun Anträge des Präsidiums zur Satzungsänderung sowie verschiedene Reden des Präsidenten, des Präsidiums und des Vorstands der VfB-AG.
Finanzielle Erfolge und humorvolle Seitenhiebe
Die Stimmung auf der Jahreshauptversammlung war laut Berichten locker und gelöst, was auch auf die positive Entwicklung des Vereins seit der Ankunft von Sebastian Hoeneß zurückzuführen ist. Alexander Wehrle konnte nicht nur über sehr gute Zahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr berichten, sondern erlaubte sich auch einen humorvollen Seitenhieb gegen den FC Bayern.
Wehrle bemerkte, dass er keine Fans des FC Bayern gehört habe, und spielte damit auf den geringeren Support der Anhänger des deutschen Double-Siegers im Pokalfinale an, verglichen mit der Unterstützung der VfB-Fans. Diese Äußerung wurde von den anwesenden Stuttgarter Mitgliedern mit großem Applaus quittiert.
Für weitere Erheiterung sorgte der VfB-Vorstandsvorsitzende mit einem metaphorischen Vergleich bezüglich eines Angebots des FC Bayern für den Spieler Nick Woltemade. Wehrle beschrieb das Angebot als kaum mehr wert als „eine Butterbreze“. Er betonte jedoch auch mit Ernsthaftigkeit, dass der VfB den FC Bayern mit dieser Verhandlungstaktik nicht verärgern wollte, sondern das Angebot schlichtweg nicht den Vorstellungen des Vereins entsprach.
Rekordzahlen und Ausblick auf die Champions League
Ein wesentlicher Grund für die gute Stimmung waren die finanziellen Rekordzahlen des VfB Stuttgart. Unter anderem trug der Verkauf von Woltemade zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr bei. Die ausgegliederte VfB Stuttgart 1893 AG verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Gesamtertrag von 383,6 Millionen Euro. Der Gewinn nach Steuern lag bei 22,5 Millionen Euro, und das Eigenkapital stieg auf 83,4 Millionen Euro.
Alexander Wehrle äußerte sich erfreut über diese Entwicklung: „Wir konnten Umsätze, Gewinne und Eigenkapital gleichzeitig steigern. Das ist ein Zeichen für gesundes und nachhaltiges Wachstum.“ Diese positiven Zahlen und die Aussicht auf eine erneute Teilnahme an der Champions League in der Saison 2026/27 trugen zur optimistischen Atmosphäre bei der Mitgliederversammlung bei.
Für die Mitglieder wurden auch wichtige Hinweise zur Versammlung in der Porsche-Arena gegeben. Kostenfreie Parkmöglichkeiten standen im Parkhaus P1 und entlang der Mercedesstraße zur Verfügung. Der Einlass erfolgte über die Mercedesstraße, und der Weg war ausgeschildert sowie barrierefrei. Taschen oder Rucksäcke waren bis zur Größe DIN A4 erlaubt, und es gab begrenzte Verwahrmöglichkeiten vor Ort. Das Mitführen von Speisen und Getränken war nicht gestattet, ausgenommen waren medizinische Notwendigkeiten gegen Vorlage eines Attests. Die Mitgliederversammlung wurde auch in Gebärdensprache dargestellt, und Personen, die darauf angewiesen waren, konnten sich am Clearingschalter melden, um passende Sitzplätze zu erhalten. Für den Zutritt waren der aktuelle Mitgliedsausweis und ein gültiger Lichtbildausweis erforderlich.
Source: zvw.de
