Wimbledon: Arthur Fery trifft im Halbfinale auf Alexander Zverev
Ferys Märchenlauf in Wimbledon
Arthur Fery, der britische Tennisspieler, der aktuell auf Platz 114 der Weltrangliste steht, hat sich in Wimbledon bis ins Halbfinale gespielt. Dieser Erfolg wird von einigen als „Fery-tale“ oder Märchen bezeichnet. Fery, der in Sèvres bei Paris geboren wurde, wuchs nur wenige Minuten von der Wimbledon-Anlage entfernt auf. Seine ehemalige Schule liegt lediglich 1500 Meter entfernt. Er selbst beschreibt das Spielen dort als unwirklich.
Fery tritt im Halbfinale gegen Alexander Zverev an. Zverev ist sich seiner Favoritenrolle bewusst, erwartet jedoch eine Herausforderung. Die Atmosphäre auf dem Centre Court wird voraussichtlich von den Zuschauern geprägt sein, die größtenteils Fery unterstützen werden. Zverev rechnet damit, dass 99 Prozent der Zuschauer nicht für ihn sein werden, sieht darin aber kein Problem, da das britische Publikum als fair gilt.
Unterstützung und Familiengeschichte
Die Begeisterung für Ferys Lauf hat sogar das Königshaus erreicht. Prinzessin Kate sah ihm in der zweiten Runde auf Court 18 zu. Im Viertelfinale war Königin Camilla anwesend, die Fery ermutigte, weiterzumachen. Fery empfand es als besonders, vor ihr und Tennislegenden zu spielen.
Ferys familiärer Hintergrund ist ebenfalls mit dem Tennissport verbunden. Seine Mutter Olivia war selbst Tennisprofi. Sein Vater Loic Fery ist Präsident des französischen Erstligisten FC Lorient. Arthur Fery spielte drei Jahre lang College-Tennis in Stanford und äußerte, dass er immer daran geglaubt habe, ein Top-Spieler zu werden.

Vergleich mit Goran Ivanisevic
Fery erhielt für Wimbledon eine Wildcard. Dies weckt Erinnerungen an Goran Ivanisevic, der im Jahr 2001 ebenfalls mit einer Wildcard das Halbfinale erreichte und das Turnier gewann. Ivanisevic war damals auf Platz 125 der Weltrangliste abgerutscht, nachdem er zuvor dreimal im Wimbledon-Finale gestanden hatte. Die Organisatoren entschieden sich, ihm eine Wildcard zu geben, was zu Diskussionen führte.
Ivanisevic überstand die ersten Runden und gewann das Viertelfinale gegen Marat Safin, den Vierten der Weltrangliste. Im Halbfinale traf er auf Tim Henman, ein Match, das durch Regenunterbrechungen gekennzeichnet war. Ivanisevic gewann schließlich den letzten Satz und zog ins Finale ein. Dort besiegte er Patrick Rafter in einem dramatischen Fünf-Satz-Match, das an einem Montag stattfand und viele australische und kroatische Fans anzog.
Obwohl Fery und Ivanisevic unterschiedliche Karrieren haben, teilen sie die Unterstützung der Fans als Wildcard-Spieler. Fery steht zum ersten Mal im Halbfinale von Wimbledon, während Ivanisevic bereits ein erfahrener Spieler war. Fery besiegte im Viertelfinale den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli mit 6:4, 7:6 (7:4), 6:0.

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Source: bild.de
