Völler über Argentinien: „Hat mit Fußball nichts zu tun”
Völler über Argentinien: „Hat mit Fußball nichts zu tun”

Mainz: Völler kritisiert Argentiniens WM-Spielweise scharf

Völlers Kritik am argentinischen Spielstil

Rudi Völler, Sportdirektor des DFB, hat sich auf dem Internationalen Trainerkongress in Mainz kritisch über den Spielstil der argentinischen Nationalmannschaft während der vergangenen Weltmeisterschaft geäußert. Der 66-jährige Weltmeister von 1990 betonte, dass er die Spielweise der Argentinier nicht als Vorbild für den deutschen Fußball betrachte.

Am Montag, dem 27. Juli 2026, wurde Völler im Rahmen des Internationalen Trainerkongresses des BDFL (Bund Deutscher Fußball-Lehrer) in Mainz zur Verbesserung der deutschen Nationalmannschaft befragt. Seine klare Antwort war, dass Deutschland vor allem die Defensive stärken müsse. In diesem Zusammenhang äußerte er sich deutlich und kritisierte gleichzeitig den Vizeweltmeister Argentinien.

Völler zeigte sich unverständlich darüber, dass die Argentinier von vielen als Beispiel für eine gute Verteidigung genannt wurden. Er bezeichnete dies als „schlechtes Beispiel“ und die gesamte Diskussion als „ein bisschen scheinheilig“. Diese Ansicht teilte er vor einem Publikum aus Trainern und bekannten Fußballpersönlichkeiten aus ganz Deutschland.

„Hat mit Fußball nichts zu tun“

Der DFB-Sportdirektor verstärkte seine Kritik an der Spielweise der Argentinier mit deutlichen Worten. „Ich möchte keine Mannschaft haben, die spielt wie Argentinien. Das hat mit Fußball nichts zu tun“, erklärte Völler. Diese Aussage wurde im Saal mit Beifall aufgenommen, was die Resonanz auf seine Meinung unter den Anwesenden unterstreicht.

Obwohl Völler den Erfolg der argentinischen Mannschaft respektiert – sie wurden Weltmeister und später Vizeweltmeister –, kann er die breite Anerkennung für ihre aggressive und teilweise unsportliche Spielweise nicht nachvollziehen. Er betonte, dass er das Lob, das viele der argentinischen Spielweise entgegenbrachten, nicht verstanden habe.

Für Völler gibt es andere Nationen, an denen sich die deutsche Nationalmannschaft orientieren sollte. Er hob hervor, dass insbesondere Spanien und England bei der Weltmeisterschaft gezeigt hätten, wie man erfolgreich verteidigen kann, ohne dabei den eigenen Fußball aufzugeben. „Spanien hat das Lob verdient, und auch die Engländer haben sehr gut verteidigt“, führte er aus.

Die spanische Nationalmannschaft gewinnt die Weltmeisterschaft hochverdient. Kurz vor der Verlängerung fliegt Argentiniens Enzo Fernandez vom Platz, dann erzielt Ferran Torres den goldenen Treffer. Sehen Sie die Highlights des Finals hier im Video.Quelle:Magenta TV
Die spanische Nationalmannschaft gewinnt die Weltmeisterschaft hochverdient. Kurz vor der Verlängerung fliegt Argentiniens Enzo Fernandez vom Platz, dann erzielt Ferran Torres den goldenen Treffer. Sehen Sie die Highlights des Finals hier im Video.Quelle:Magenta TV Credit: welt.de

Die Äußerungen von Völler verdeutlichen seine klare Haltung zur Entwicklung des deutschen Fußballs. Er sieht die Notwendigkeit, die Defensive zu verbessern, jedoch nicht auf Kosten des spielerischen Ansatzes. Seine Kritik an Argentinien und das Lob für Spanien und England dienen als Richtungsweiser für die zukünftige Ausrichtung der Nationalmannschaft.

Die Diskussion um den „richtigen“ Weg im Fußball wird durch Völlers Aussagen weiter befeuert. Seine Forderung nach einer besseren Defensive, die jedoch nicht dem argentinischen Vorbild folgen soll, zeigt eine klare Vision für die deutsche Mannschaft.

Die Veranstaltung in Mainz bot eine Plattform für diese kritischen Betrachtungen, die von den anwesenden Fußball-Persönlichkeiten mit Applaus quittiert wurden. Völler, der am 27. Juli 2026 sprach, unterstrich damit seine Rolle als wichtiger Impulsgeber im deutschen Fußball.

Source: welt.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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