Yasmin Fahimi kritisiert die Bundesregierung
Yasmin Fahimi, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), hat die Bundesregierung für ihre unzureichenden wirtschaftlichen Konzepte scharf kritisiert. Am 1. Mai äußerte sie sich auf der zentralen Maikundgebung des DGB.
Die Bilanz der Bundesregierung fällt aus Fahimis Sicht nicht gut aus. In Deutschland gibt es drei Millionen Arbeitslose und nur eine Million offene Stellen. Diese Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit von Reformen.
Fahimi fordert eine gerechte Steuerreform mit sinkender Einkommensteuer für die breite Masse. Sie warnt jedoch vor allgemeinen Unternehmenssteuersenkungen. „Eine allgemeine Unternehmenssteuersenkung halte ich für falsch“, sagte sie.
Sie betont, dass solche Maßnahmen vor allem großen Unternehmen zugutekommen würden. „Die, die davon vor allem profitieren, sind Subway, Burger King und McDonalds“, fügte sie hinzu.
Fahimi kritisierte auch die Idee, den Feiertag am 1. Mai zu streichen und mehr zu arbeiten. „Das kann gar nicht aufgehen“, erklärte sie.
Der DGB-Bundeskongress findet alle vier Jahre statt. Bei ihrer Wahl vor vier Jahren erzielte Fahimi mit 93 Prozent eines der besten Ergebnisse in der DGB-Geschichte.
Die Diskussion um eine Krankenkassenreform und den Mindestlohn bleibt ebenfalls relevant. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 12 Euro.
Fahimis Aussagen spiegeln das Unbehagen vieler Arbeitnehmer wider. Sie fordert klare Industrie- und Wirtschaftspolitik von der Regierung.