Einkommen: Gehälter von Spitzenmanagern steigen, Kaufkraft sinkt
In Deutschland vergrößert sich der Abstand zwischen den Einkommen von Beschäftigten und ihren Chefs. Die Gehälter von 25 Vorstandschefs aus Dax-40-Unternehmen stiegen seit 2019 um 56 Prozent.
Das durchschnittliche Gehalt dieser Chefs liegt nun bei fast sieben Millionen Euro. Im Gegensatz dazu liegen die inflationsbereinigten Gehälter von Beschäftigten weiterhin leicht unter dem Niveau von vor der Coronapandemie.
Die schwarz-rote Koalition plant eine Einkommensteuerreform zum 1. Januar 2027. Die SPD fordert, Spitzenverdiener stärker zu belasten, um die wachsende soziale Ungleichheit zu bekämpfen.
Wichtige Zahlen:
- 56 Prozent Anstieg der Gehälter von Vorstandschefs seit 2019
- Durchschnittsgehalt von Vorstandschefs: 4,5 Millionen Euro (2019) vs. 7 Millionen Euro (2023)
- Durchschnittseinkommen der weltweiten Erwerbsbevölkerung: 17.156 US-Dollar
- 1.500 bestbezahlte Vorstandsvorsitzende erhielten im vergangenen Jahr im Schnitt rund 8,4 Millionen US-Dollar
- 12 Prozent Rückgang des Durchschnittseinkommens im Vergleich zu 2019
Lars Klingbeil von der SPD sagte: „Diejenigen, die jeden Tag den Laden am Laufen halten, müssen am Ende mehr in der Tasche haben.“ Manuel Schmitt warnte davor, dass die Ungleichheit eine Gefahr für Demokratien sei.
Trotz einer Reduktion der Arbeitsarmut in den letzten Jahren bleibt die Situation angespannt. Seit 2000 ging die Arbeitsarmut jährlich um durchschnittlich sieben Prozent zurück, jedoch gab es seit 2020 einen Rückgang um drei Prozent.
Noch ist unklar, wie die geplanten Reformen konkret umgesetzt werden sollen und welche Auswirkungen sie auf die Einkommensverteilung haben werden.