Argentinien erreicht Halbfinale der WM 2026 nach Sieg gegen die Schweiz
Argentinien hat sich in einem hart umkämpften Viertelfinale der WM 2026 gegen die Schweiz durchgesetzt und steht im Halbfinale. Der Titelverteidiger gewann die Partie in Kansas City nach Verlängerung mit 3:1. Das entscheidende Tor zum 2:1 erzielte Julian Alvarez in der 112. Minute, bevor Lautaro Martinez in der Nachspielzeit der Verlängerung auf 3:1 erhöhte.
Die Begegnung war geprägt von einer frühen Führung für Argentinien und einem späten Ausgleich der Schweiz, bevor eine Gelb-Rote Karte für Breel Embolo das Spielgeschehen maßgeblich beeinflusste.
Frühe Führung und Schweizer Ausgleich
Argentinien ging bereits in der 10. Minute in Führung. Nach einer Ecke von Lionel Messi köpfte Alexis Mac Allister den Ball zum 1:0 ins lange Eck. Diese frühe Führung war das Ergebnis einer einstudierten Variante, bei der Djibril Sow im direkten Duell das Nachsehen hatte. Der Treffer von Mac Allister war die erste klare Torchance des Spiels, nachdem beide Teams zuvor nur zu ungefährlichen Abschlüssen gekommen waren.
Nach der Führung zog sich Argentinien zurück und überließ der Schweiz den Ball, um auf Konter zu lauern. Die Schweiz tat sich lange schwer, ins letzte Spieldrittel vorzudringen. Erst in der zweiten Halbzeit wurde die Schweiz aktiver. Nach einem starken Doppelpass mit Ricardo Rodriguez erzielte Dan Ndoye in der 67. Minute den Ausgleich zum 1:1.
Platzverweis für Embolo beeinflusst das Spiel
Kurz nach dem Ausgleich überschlugen sich die Ereignisse. In der 69. Minute zeigte Schiedsrichter Joao Pinheiro zunächst Leandro Paredes von Argentinien die Gelbe Karte nach einem vermeintlichen Foul an Breel Embolo. Der Videobeweis schaltete sich jedoch ein und führte zur Korrektur der Entscheidung.
Es stellte sich heraus, dass kein Foul vorlag und Embolo eine Schwalbe begangen hatte. Daraufhin nahm der Schiedsrichter die Gelbe Karte für Paredes zurück und stellte Embolo in der 72. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Dies war die erste Ampelkarte der WM 2026. Embolo verließ den Platz unter Tränen, während die Schweizer Spieler heftig gegen die Entscheidung protestierten.
Die Schweiz musste die restliche Spielzeit und die Verlängerung mit zehn Mann bestreiten. Trotz der Unterzahl kämpften sich die Eidgenossen in die Verlängerung und hielten das 1:1 bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit. Lionel Messi, der in diesem Spiel keinen Treffer erzielte und somit seine Serie von neun aufeinanderfolgenden WM-Spielen mit Torerfolg beendete, zog sich während der Partie eine blutende Wunde am rechten Auge zu.
Entscheidung in der Verlängerung
In der Verlängerung versuchte Argentinien, die Überzahl zu nutzen. Nach einigen Fernschüssen, die ungefährlich blieben, und einem knappen Versuch von Thiago Almada, fiel die Entscheidung in der 112. Minute. Lionel Messi scheiterte zunächst mit einem Distanzschuss aus etwa 16 Metern an Yann Sommer. Die Schweiz konnte die Situation nicht klären, und Julian Alvarez nutzte die Gelegenheit für einen Schlenzer von der Strafraumkante, der zum 2:1 für Argentinien führte.
Dieses Tor war ein entscheidender Moment im Spiel. Kurz darauf, in der 120. Minute der Verlängerung, machte Lautaro Martinez nach einem Konter den 3:1-Endstand perfekt. Argentiniens Trainer Lionel Scaloni äußerte sich nach dem Spiel erleichtert und stolz auf sein Team, während der Schweizer Trainer Murat Yakin die Art und Weise des Ausscheidens bedauerte.
Die Schweiz verpasste mit dieser Niederlage den erstmaligen Einzug in ein WM-Halbfinale. Argentinien wird im Halbfinale am kommenden Mittwoch in Atlanta auf England treffen, das sich zuvor mit 2:1 gegen Norwegen durchgesetzt hatte.
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Source: bild.de
