Tour de France: Florian Lipowitz stürzt, muss das Rennen aufgeben - BILD
Tour de France: Florian Lipowitz stürzt, muss das Rennen aufgeben - BILD

Florian Lipowitz scheidet nach Sturz bei der Tour de France aus

Schwerer Sturz beendet Tour für Lipowitz

Der deutsche Radsportler Florian Lipowitz musste die Tour de France nach einem schweren Sturz während des Einzelzeitfahrens auf der 16. Etappe aufgeben. Der Vorfall ereignete sich auf der Strecke von Evian-les-Bains nach Thonon-les-Bains. Lipowitz, der vor der Etappe auf dem fünften Gesamtrang lag, kam in einer Rechtskurve zu Fall und prallte mit der Schulter gegen einen Bordstein. Er konnte nicht selbstständig aufstehen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Sturz von Lipowitz ist der zweite folgenschwere Ausfall eines Top-Fahrers in kurzer Zeit, nachdem bereits der Gesamtzweite Jonas Vingegaard nach einem Sturz auf der 15. Etappe das Rennen beenden musste. Lipowitz hatte im Zeitfahren eine vielversprechende Position inne und lag bei den Zwischenzeiten gut im Rennen, was ihm ermöglicht hätte, Zeit gegenüber seinen Konkurrenten um den dritten Platz, Isaac del Toro und Paul Seixas, gutzumachen.

Reaktionen und Etappensieg

Die Etappe gewann Lipowitz‘ Teamkollege Remco Evenepoel. Evenepoel, der als Zeitfahr-Weltmeister und Doppel-Olympiasieger gilt, distanzierte den Gesamtführenden Tadej Pogacar um 28 Sekunden. Für Evenepoel war es der vierte Tagessieg seiner Karriere bei der Tour und der zweite in Folge.

Evenepoel äußerte sich betroffen über den Sturz seines Teamkollegen: „Es ist ein bittersüßer Sieg. Ich habe gehört, dass Florian gestürzt ist. Das tut mir sehr leid. Ich hoffe, es geht ihm bald wieder besser.“ Auch Pogacar zeigte sich besorgt und sagte: „Ich hoffe, Lipo ist ok. Vor mir waren Autos der Organisation und ich konnte die Kurve nicht so einsehen, wie ich wollte. Ich wäre da auch fast gestürzt.“

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Florian Lipowitz stürzte auf der 16. Etappe der Tour de France schwer.(Foto:IMAGO/Photo News) Credit: n-tv.de

In der Gesamtwertung liegt Evenepoel nun 4:32 Minuten hinter Pogacar. Sein Vorsprung auf den vierten Platz, den Seixas belegt, beträgt vor den kommenden drei schweren Alpen-Etappen 2:39 Minuten. Das Ziel des Red Bull-Teams ist es, einen Fahrer in Paris auf dem Podium zu haben.

Dopingkontrollen vor der Etappe

Vor der 16. Etappe gab es Gesprächsstoff bezüglich der Dopingkontrollen. Das gesamte Red Bull-Team, einschließlich Lipowitz und Evenepoel, wurde am Vorabend der Etappe zwischen 22 Uhr und 23 Uhr kontrolliert. Diese Kontrollen fanden noch vor dem Zeitraum statt, in dem nächtliche Tests nur bei konkretem Verdacht zulässig sind.

Teamchef Ralph Denk bestätigte die Kontrollen und äußerte Verständnis für die Maßnahmen, obwohl er einräumte, dass sie die Regeneration beeinträchtigen könnten. Teamkollege Nico Denz äußerte sich ebenfalls und sagte: „So ist es eben. Immerhin war die Kontrolle nicht um zwei Uhr nachts, sondern gegen halb elf.“ Zuvor waren bereits andere Fahrer, darunter Vingegaard und Pogacar, zu früheren Morgenstunden getestet worden.

Nach den drei Etappen, die im Zeichen der Gesamtwertungsfavoriten standen, könnte die 17. Etappe am Mittwoch eine Chance für Sprinter bieten. Die Strecke über 174,7 Kilometer von Chambery nach Voiron weist zwar einige leichte Anstiege auf, könnte aber in einem Massensprint enden.

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Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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