WM 2026: Nach Attacke von Jude Bellingham: Harry Kane verteidigt Thomas Tuchel - BILD
WM 2026: Nach Attacke von Jude Bellingham: Harry Kane verteidigt Thomas Tuchel - BILD

Atlanta: Harry Kane verteidigt Thomas Tuchel nach Kritik an England-Team

Nach dem Viertelfinalsieg der englischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Norwegen (2:1 n.V.) hat Thomas Tuchel, der Trainer des Teams, seine Spieler kritisiert. Diese Kritik führte zu einer verbalen Auseinandersetzung mit Jude Bellingham, dem Doppeltorschützen des Spiels. Nun hat England-Kapitän Harry Kane seinen Trainer verteidigt und Verständnis für dessen Äußerungen gezeigt.

Tuchel hatte nach dem Spiel seine Unzufriedenheit mit der Leistung der Spieler geäußert und betont, dass sich das Team das Spiel „unglaublich schwer gemacht“ habe. Bellingham reagierte darauf mit Unverständnis und merkte an, dass Tuchel möglicherweise nicht wisse, wie es sei, unter diesen Bedingungen gegen Spieler wie Erling Haaland, Martin Ødegaard, Andreas Schjelderup Nusa und Alexander Sørloth zu spielen. Der Real-Star warf Tuchel zudem vor, für eine schlechte Stimmung innerhalb des englischen Teams zu sorgen, obwohl man versuche, ein positives Umfeld zu schaffen.

Harry Kane, Stürmer des FC Bayern München, stellte sich jedoch hinter seinen Trainer. Er erklärte, dass Tuchel versuche, „das Beste aus uns herauszuholen“, und dass das Team wisse, dass es „noch ein Level besser spielen“ könne. Kane fügte hinzu, dass die Mannschaft dies gegen Norwegen „nur in Ansätzen gezeigt“ habe.

Kane betonte, dass Tuchel, wenn er die Geschlossenheit und die Fähigkeiten des Teams sehe, diese Version auch in den Spielen sehen wolle. Er zeigte damit Verständnis für die hohen Ansprüche des Trainers.

Im Vorfeld des Halbfinales gegen Argentinien, den Titelverteidiger, äußerte sich Kane ebenfalls. Das Spiel findet am Mittwoch in Atlanta statt. Kane sagte, dass sie gegen „eines der besten Teams der Welt“ spielen würden, aber das Gute sei, dass sie im Halbfinale stünden und immer noch das Gefühl hätten, sich verbessern zu können.

Abseits des Spielfeldes sorgten weitere Debatten für Aufsehen. Der ehemalige spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy erregte mit einer rassistischen Äußerung vor dem WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien Empörung. Er schrieb in einem Beitrag für „El Debate“, dass Frankreich zwar einen Kader auf höchstem Niveau habe, aber keine Franzosen im Fußballteam stünden. Diese Aussage stieß sowohl in Frankreich als auch in Spanien auf scharfe Ablehnung.

Philippe Diallo, Präsident des französischen Fußballverbands, bezeichnete Rajoys Äußerungen als „unerträglichen Rassismus“. Auch Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez nannte die Aussage „absolut inakzeptabel“. Der aktuelle spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez betonte, dass die bessere Mannschaft gewinnen und der Rassismus verlieren möge.

Ein weiterer Vorfall betraf den norwegischen Stürmer Alexander Sørloth. Nach dem Ausscheiden Norwegens bei der Fußball-WM wurde er in den sozialen Medien massiv beleidigt. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte diverse Kommentare, die Morddrohungen und Aufrufe zum Selbstmord enthielten. Norwegen hatte im Viertelfinale in Miami unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung gegen England verloren, wobei Sørloth in der ersten Halbzeit eine gute Gelegenheit vergab.

Unterdessen äußerte sich Carsten Cramer, der Clubchef von Borussia Dortmund, zur Möglichkeit, dass Jürgen Klopp neuer Bundestrainer werden könnte. Cramer ist der Ansicht, dass Klopp eine Wirkung über den Fußball hinaus haben könnte. Er würde sich sehr freuen, wenn der DFB und Jürgen Klopp zueinanderfänden, da er glaube, dass Klopp vieles verkörpere, was dem Fußball und dem Land fehle. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht jedoch noch aus.

Das Halbfinale zwischen England und Argentinien findet am Mittwoch statt.

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Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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