Wimbledon-Finale: Zverev verliert gegen Sinner – Knieverletzung überschattet Match
Im Wimbledon-Finale kam es zu einer Schrecksekunde, als Alexander Zverev im dritten Satz wegrutschte und sich am rechten Knie verletzte. Trotz des Vorfalls spielte der Hamburger weiter, konnte das Match gegen Jannik Sinner jedoch nicht gewinnen. Sinner verteidigte seinen Titel in vier Sätzen.
Die Szene ereignete sich im dritten Satz, als das Match noch ausgeglichen war. Zverev fiel auf den Rücken und griff sich sofort an das Knie. Jannik Sinner kam daraufhin zu ihm, erkundigte sich nach seinem Befinden und half ihm auf. Die Erleichterung unter den Zuschauern war groß, als Zverev aufstehen und weitergehen konnte.
Obwohl Zverev das Spiel fortsetzte, war seine Leistung beeinträchtigt. Er gewann in diesem dritten Satz kein Spiel mehr und verlor ihn mit 3:6, gefolgt von einem 4:6 im vierten Satz. Vor dem Ausrutscher hatten beide Spieler jeweils einen Tiebreak gewonnen.
Zverevs Einschätzung und weitere Pläne
Zverev äußerte sich nach dem Match zu seiner Verletzung: „Ich hatte Mühe, mich beim Aufschlag abzudrücken. Also ging meine Aufschlaggeschwindigkeit zurück. Aber alles andere lief weiter gut. Ich bewegte mich gut von der Grundlinie und spielte von da aus gut. Aber beim Aufschlag hatte ich ein bisschen zu kämpfen.“ Er vermutete, dass es sich um eine Überdehnung handeln könnte und dass Knochen auf Knochen geprallt sei. Er betonte jedoch, dass er normal gehen könne und das Knie lediglich etwas angeschwollen sei.
In den kommenden Tagen wird Zverev sein Knie untersuchen lassen. Zuvor stehen die Masters-Turniere in Montreal und Cincinnati auf dem Programm. Trotz der Niederlage zeigte sich Zverev gelassen und konnte bereits auf dem Platz wieder lachen. Er empfand die Niederlage als besser zu verkraften, da er zuvor den French Open-Titel gewonnen hatte. Er resümierte, dass er ein fantastisches Match und ein fantastisches Turnier gespielt habe.
Nach der Partie und der Siegerehrung erhielt Zverev Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Internationale Reaktionen auf das Finale
Die internationale Presse würdigte die Leistungen beider Finalisten. In Großbritannien schrieb „The Sun“, dass Sinner sich zurückgekämpft und Zverevs Wimbledon-Traum beendet habe. „The Telegraph“ hob hervor, dass Sinner seinen Titel im Herreneinzel erfolgreich verteidigte. „The Mirror“ bemerkte, dass Zverev zwar dem Kreis der Grand-Slam-Sieger beigetreten sei, seinen Erfolg von Paris jedoch nicht bestätigen konnte.
Italienische Medien feierten Sinner. Die „Gazzetta dello Sport“ schrieb, Sinner habe es in vier Sätzen gegen einen gefährlichen Zverev geschafft. „Tuttosport“ sprach von Sinners legendärem Triumph und einem historischen Double. Der „Corriere dello Sport“ nannte Sinner „König Sinner II“, der Zverev in vier Sätzen geschlagen und Wimbledon zum zweiten Mal in Folge gewonnen habe.
In Frankreich kommentierte „Le Parisien“, dass der „Boss“ zurück sei und Sinner seine Krone auf dem Centre Court von Wimbledon verteidigt habe. „L’Équipe“ titelte schlicht: „Der König ist Italiener.“ Spanische Medien wie „Mundo Deportivo“ hoben hervor, dass Sinner der zehnte Profi sei, der seinen Titel in Wimbledon verteidigte, nachdem er einen außergewöhnlichen Zverev niedergerungen hatte.

Schweizer Zeitungen wie der „Tages-Anzeiger“ stellten fest, dass Zverev das „Tennis seines Lebens“ spielte und trotzdem verlor. „Blick“ schrieb, dass Sinner seine Wimbledon-Regentschaft verlängert habe. Österreichische Zeitungen wie die „Kronen Zeitung“ bestätigten, dass Sinner Wimbledon-König bleibe, während der „Kurier“ das Finale als würdig bezeichnete, das 3:46 Stunden dauerte.
Alexander Zverev hat sein erstes Wimbledon-Finale verloren. Er unterlag dem Titelverteidiger Sinner mit 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6. Bundeskanzler Friedrich Merz, Prinzessin Kate, Prinz William sowie deren Kinder George und Charlotte verfolgten das Spiel.
Zverevs beste Wimbledon-Auflage reichte dem US-Open-Finalisten von 2020 somit nicht, um sich als er. Nach dem Match sagte Zverev mit einem Schmunzeln über Sinner: „Jannik, ich mag dich nicht mehr.“
Im ersten Satz gelang Zverev ein Ausrufezeichen, als er einen unerreichbaren Vorhand zum Satzgewinn nutzte. Sinner kühlte sich während der Seitenwechsel mit einem Eis-Handtuch. Das Wetter am Finaltag in Wimbledon war mit unter 30 Grad Celsius kein entscheidender Faktor. Zverev spielte aggressiv und ging ins Risiko, doch Sinner steigerte sich und fand zunehmend besser mit Zverevs Aufschlägen zurecht. Nach dem Aufschlagverlust im vierten Satz war das Endspiel entschieden.

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Source: bild.de
