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Italien verhandelt offenbar mit Pep Guardiola als neuem Nationaltrainer

Italienische Verhandlungen in Barcelona

Der italienische Fußballverband bemüht sich offenbar intensiv um Pep Guardiola als neuen Nationaltrainer. Berichten von „Sky Italia“ und „Sky Sport Italia“ zufolge wurde der Trainer in Barcelona von Paolo Maldini, dem Technischen Direktor des italienischen Verbands, besucht. Gemeinsam mit Leonardo, einem Berater des Verbands und ehemaligem brasilianischen Weltmeister, sollen über drei Tage hinweg Verhandlungen über eine mögliche Zusammenarbeit stattgefunden haben.

Guardiola ist seit Juli offiziell ohne Beschäftigung, nachdem sein Vertrag bei Manchester City am 30. Juni ausgelaufen war. Er hatte diesen nach zehn Jahren bei dem Verein nicht verlängert. Eine Tendenz, ob der 55-Jährige den Posten nur wenige Wochen nach dem Ende seiner Zeit bei Manchester City übernehmen möchte, ist bisher nicht bekannt.

Hintergrund der Trainersuche

Die Suche nach einem neuen Nationaltrainer für die Squadra Azzurra wurde notwendig, nachdem Italien sich zum dritten Mal in Folge nicht für die WM 2026 qualifizieren konnte. Nach diesem Misserfolg mussten der damalige Auswahlcoach Gennaro Gattuso, Teambetreuer Gianluigi Buffon und Verbandschef Gabriele Gravina ihre Posten räumen. Der neue Präsident der Federazione Italiana Giuoco Calcio, Giovanni Malagò, überzeugte daraufhin den früheren Starspieler Maldini, das Amt des Technischen Direktors zu übernehmen. Eine der wichtigsten Aufgaben in dieser Position ist die Findung eines neuen Nationaltrainers.

In der Vergangenheit war Guardiola bereits mehrfach als Trainer der brasilianischen Nationalmannschaft im Gespräch, bevor Carlo Ancelotti dort engagiert wurde. Eine Nationalmannschaft hat Guardiola bisher noch nicht trainiert. Er wäre der erste ausländische Trainer in der Geschichte des vierfachen Weltmeisters Italien seit dem Ungarn Lajos Czeizler, der Italien von November 1953 bis Juni 1954 trainierte und nach dem Ausscheiden in der Gruppenphase der WM in der Schweiz zurücktrat.

Kandidatenkreis und Guardiolas Erfolge

Zuletzt galten Roberto Mancini und Andrea Pirlo als Favoriten auf den Trainerposten. Mancini war bereits von 2018 bis 2023 Coach der Squadra Azzurra und führte sie im Jahr 2021 zum Europameistertitel. Pirlo war beim letzten WM-Triumph Italiens im Jahr 2006 in Deutschland noch selbst als Spieler auf dem Feld und galt als wichtiger Akteur für den Erfolg. Als Trainer hatte er jedoch bei Juventus Turin und Sampdoria Genua keine überzeugenden Ergebnisse erzielt.

Guardiola hingegen gilt als einer der profiliertesten und erfolgreichsten Vereinstrainer der Gegenwart. Er prägte bereits Ären beim FC Barcelona und dem FC Bayern. Mit dem FC Bayern führte er den Verein von 2013 bis 2016 zu drei Meistertiteln in Serie. Er gewann mit dem FC Barcelona in den Jahren 2009 und 2011 sowie mit Manchester City im Jahr 2023 insgesamt dreimal die Champions League. Darüber hinaus wurde er mit diesen drei Vereinen insgesamt zwölfmal nationaler Meister. Verbandschef Malagò äußerte sich nicht direkt zu Guardiola, deutete jedoch an, dass seine Liste für den künftigen Trainer möglicherweise nicht nur die Namen Pirlo und Mancini enthält.

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Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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