Lipowitz räumt Ärger ab: Frust nach "Sprint royal": Deutsches Warten geht weiter
Lipowitz räumt Ärger ab: Frust nach "Sprint royal": Deutsches Warten geht weiter

Bordeaux: Merlier gewinnt siebte Etappe, deutsches Warten auf Etappensieg geht weiter

Merlier siegt in Bordeaux, Kanter Vierter

Das Warten der deutschen Radprofis auf einen Etappensieg bei der Tour de France hält an. Auch der Sprinter Max Kanter konnte die fünfjährige Durststrecke der deutschen Fahrer nicht beenden. Bei der siebten Etappe, die in einem Massenspurt endete, belegte Kanter den vierten Platz. Der Belgier Tim Merlier vom Team Soudal Quick-Step sicherte sich den klaren Sieg in Bordeaux.

Kanter äußerte sich nach dem Rennen frustriert über die Platzierung. Er erklärte, dass das Team zu weit hinten positioniert gewesen sei und keinen ausreichenden Platz gehabt hätte. Beim ersten Sprint habe das Timing gefehlt, und auch beim Leadout sei das Timing nicht perfekt gewesen. Für einen Etappensieg müsse alles zusammenpassen, so Kanter.

Tim Merlier setzte sich im spannenden Finale der siebten Etappe durch. Er verwies Sören Wärenskjold von Uno-X Mobility auf den zweiten Platz und Biniam Girmay von NSN Cycling auf den dritten Rang. Für Merlier war dies bereits der vierte Tagessieg bei dem wichtigsten Radrennen der Welt. Die Etappe war erneut von hohen Temperaturen geprägt, die knapp unter der 40-Grad-Marke lagen.

Tim Merlier holt sich den Sieg bei der siebten Tour-Etappe
Tim Merlier holt sich den Sieg bei der siebten Tour-EtappeFoto: Anne-Christine Poujoulat / AFP Credit: spiegel.de

Ein weiteres gutes deutsches Ergebnis erzielte Phil Bauhaus, der den sechsten Platz belegte. Pascal Ackermann wurde Zwölfter. Deutsche Radsportfans warten bereits seit 2017 auf einen Sieg im Massenspurt, als Marcel Kittel in Pau triumphierte.

Pogačar verteidigt Gelbes Trikot und Team-Diskussionen

Tadej Pogačar verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Schwierigkeiten. Nach seiner starken Leistung auf der Tourmalet-Etappe, die bereits als mögliche Vorentscheidung im Titelkampf angesehen wurde, rollten der Slowene und die anderen Spitzenfahrer gemeinsam im Hauptfeld ins Ziel. Florian Lipowitz, Deutschlands bester Klassementfahrer, konnte seinen siebten Rang verteidigen.

Tadej Pogačar bleibt ungefährdet im Gelben Trikot
Tadej Pogačar bleibt ungefährdet im Gelben Trikot Credit: spiegel.de

Die 175,1 Kilometer lange Etappe nach Bordeaux verlief größtenteils geradlinig. Die Stadt an der Garonne war bereits zum 77. Mal Etappenziel der Tour, nur Paris wurde öfter angefahren. Trotz der historischen Bedeutung der Strecke war der Beginn der Etappe nach dem Pyrenäen-Spektakel eher ereignislos.

Spannend wurde es erst etwa 55 Kilometer vor dem Ziel beim Zwischensprint. Max Kanter zeigte auch hier seine gute Form und sicherte sich als Dritter des Pelotons zwölf Punkte. Die beiden Ausreißer Baptiste Veistroffer und Jakub Otruba wurden etwa 18 Kilometer vor dem Ziel eingeholt.

Team Red Bull-Bora-hansgrohe: Wogen geglättet

Im Team Red Bull-Bora-hansgrohe gab es vor der Etappe Diskussionen, die Florian Lipowitz vor dem Start in Hagetmau zu glätten versuchte. Er erklärte, dass im Bus miteinander gesprochen wurde und alles geklärt sei. Die Stimmung im Team sei gut, und er würde dem Ganzen nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Die Kritik kam von seinem Teamkollegen Remco Evenepoel nach der Pyrenäen-Etappe am Donnerstag. Evenepoel hatte Lipowitz vorgeworfen, nicht auf seine Bitte um Unterstützung im Sprint reagiert zu haben. Er sei „wütend, und das zurecht“ gewesen, so Evenepoel im Ziel. Am Freitag äußerte sich der Olympiasieger jedoch deutlich versöhnlicher. Die geteilte Kapitänsrolle der beiden Topfahrer soll sich vorerst nicht ändern.

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Das Terrain der Rundfahrt wird sich zunächst nicht ändern. Für den Samstag wird erwartet, dass die Sprinter eine weitere Chance erhalten. Die achte Etappe von Périgueux nach Bergerac ist ebenfalls für eine Massenankunft geeignet.

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Source: n-tv.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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