WM 2026: Marokko-Trainer zweifelt Mbappé-Tor an - BILD
WM 2026: Marokko-Trainer zweifelt Mbappé-Tor an - BILD

Marokko-Trainer zweifelt Mbappé-Tor an

Nach dem Spiel gegen Frankreich, das mit einem 0:2 endete, hat Marokkos Nationaltrainer Mohamed Ouahbi Fragen zum ersten Gegentor aufgeworfen. Er äußerte Zweifel, ob der Treffer von Kylian Mbappé hätte zählen dürfen, da es im Vorfeld möglicherweise ein Handspiel gab.

Ouahbi erklärte nach dem Abpfiff, dass einige seiner Spieler aufgehört hätten zu spielen, weil sie ein Handspiel gesehen hatten. Er betonte: „Und es war definitiv ein Handspiel!“ Gleichzeitig räumte er ein, dass er nicht sicher sei, ob es zwingend hätte gepfiffen werden müssen.

Die strittige Szene

Die umstrittene Situation ereignete sich in der 60. Minute. Bei einem Zweikampf zwischen Marokkos Brahim Diaz und Frankreichs Rabiot sprang der Ball möglicherweise aus kurzer Entfernung vom eigenen Körper an den Arm von Rabiot. Mehrere marokkanische Spieler reklamierten daraufhin bei Schiedsrichter Facundo Tello aus Argentinien, der jedoch weiterspielen ließ.

Während einige marokkanische Spieler kurz zögerten, schlug Digne eine Flanke, die der ehemalige Bayern-Star Mazraoui klären konnte. Nachdem Rabiot ein Kopfballduell gewonnen hatte, fiel der Ball Mbappé 16 Meter vor dem Tor vor die Füße. Der Kapitän schlenzte den Ball ansatzlos ins lange Eck, was zum 1:0 führte.

Das Tor fiel 13 Sekunden nach dem möglichen Handspiel. Ouahbi bestätigte, dass das Reklamieren seiner Spieler nicht die Ursache für das Gegentor war, das kurz darauf fiel. Er sah es als eine „Einzelaktion von Kylian Mbappé, die zum Tor geführt hat.“ Dennoch bleibt die Frage, warum der VAR die Szene nicht erneut überprüft hat.

Internationale Reaktionen und Marokkos Perspektive

Die internationale Presse lobte Frankreich nach dem Sieg gegen Marokko, wobei besonders Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé im Fokus standen. Die Medien waren sich einig, dass der Weg zum Titel nur über Frankreich führt. Trotz des Erfolgs der Franzosen gab es Berichte, dass ihr Superstar Mbappé zwischenzeitlich Sorgen bereitete.

Für Marokko war das Spiel eine Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022, das Frankreich ebenfalls mit 2:0 gewann. Ouahbi betonte die Notwendigkeit, weiterhin an sich zu glauben und nicht aufzugeben. Er hob hervor, dass an den Grundlagen gearbeitet werden müsse, um bei Verletzungen auf einen größeren und stärkeren Kader zurückgreifen zu können.

Trotz der Niederlage und der Diskussionen um das erste Gegentor bleibt die Konzentration auf die zukünftige Entwicklung des Teams. Die internationale Presse hob die Leistung von Kylian Mbappé hervor, der maßgeblich zum 2:0-Sieg beitrug.

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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