Philipsen gewinnt 17. Etappe der Tour de France im Sprint einer Ausreißergruppe
Philipsen sichert sich Etappensieg in den Alpen
Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France für sich entschieden. Der Belgier setzte sich in einem Sprint einer Ausreißergruppe in den Alpen durch. Den zweiten Platz belegte Mauro Schmid (Jayco – AlUla), während Olav Kooij Dritter wurde. Philipsens Sieg war bemerkenswert, da er normalerweise als Spezialist für Massensprints gilt, bei dieser Tour jedoch Schwierigkeiten hatte, sich in solchen zu behaupten. Auf der anspruchsvollen Etappe in den Alpen gelang ihm ein souveräner Erfolg.
Die Etappe führte über 174,7 Kilometer von Chambéry nach Voiron. Trotz des alpinen Terrains galt sie als vergleichsweise weniger schwierig. Die ersten 60 Kilometer umfassten vier kleinere Bergwertungen, während der zweite Teil der Strecke keine besonderen Herausforderungen bot. Auf den ersten 50 Kilometern ging es überwiegend bergauf, was eigentlich ein günstiges Terrain für Ausreißer darstellt. Dennoch konnte sich zunächst keine Gruppe entscheidend absetzen, da Fahrer aus dem Hauptfeld immer wieder nachsetzten.
Entwicklung der Ausreißergruppe und Pedersens Vorstoß
Ein ausgedünntes Hauptfeld mit den Klassementfahrern erreichte den höchsten Punkt des Tages auf 1.142 Metern. Mathieu van der Poel sicherte sich an der Spitze die beiden Bergpunkte. Erst nach mehr als zwei Rennstunden bildete sich eine 16-köpfige Ausreißergruppe, der auch der deutsche Meister Felix Engelhardt angehörte. Die Unruhe im Rennen hielt an, da viele Teams die Etappe als letzte Chance sahen, einen Sieg zu erzielen, bevor die Tour die letzten drei Bergetappen vor Paris erreicht.
Die Spitzengruppe wuchs an und konnte sich nicht entscheidend absetzen. Rund 65 Kilometer vor dem Ziel startete Mads Pedersen, der das Grüne Trikot trug, einen Alleingang und fuhr innerhalb weniger Kilometer einen Vorsprung von 20 Sekunden heraus. Nachdem Pedersen den Anschluss gefunden hatte, formierte sich die Spitzengruppe neu. Etwa 50 Kilometer vor dem Ziel bestand die neue Rennsituation aus einem Sextett an der Spitze, dem Pedersen, Engelhardt, Ben Healy, Michal Kwiatkowski, Jasper Stuyven und Edward Planckaert angehörten. Das Hauptfeld drosselte daraufhin das Tempo, und eine größere Verfolgergruppe bildete sich hinter der Spitze, was darauf hindeutete, dass der Tagessieg an einen Ausreißer gehen würde.

Beim Zwischensprint 27 Kilometer vor dem Ziel sicherte sich Pedersen 25 Punkte. Die Verfolgergruppe mit Philipsen hatte zu diesem Zeitpunkt einen Rückstand von genau einer Minute. Philipsen war im Sprint dieser Gruppe der Schnellste und sammelte weitere neun Punkte. Nach dem Zwischensprint attackierte Stuyven aus der Spitzengruppe und hatte 15 Kilometer vor dem Ziel einen Vorsprung von 45 Sekunden. Dahinter formierte sich jedoch eine große Verfolgergruppe von zunächst 45 Fahrern, darunter die Top-Sprinter Pedersen, Philipsen und Olav Kooij. Rund 3,7 Kilometer vor dem Ziel holten die Verfolger Stuyven ein, womit das Finale eingeläutet wurde.
Spannendes Finale und Ausblick auf die kommenden Etappen
Im Finale bereitete Van der Poel mustergültig den Sprint für Philipsen vor, der sich überlegen durchsetzte. Pedersen hatte im Sprint nichts entgegenzusetzen. Mit diesem Ergebnis bleibt der Kampf um das Grüne Trikot weiterhin spannend. Philipsen hat nun nur noch sieben Punkte Rückstand auf Pedersen. Die restlichen Plätze in den Top Ten belegten Lewis Askey (NSN), Rick Pluimers (Tudor), Clement Russo (Groupama – FDJ), Huub Artz (Lotto – Intermarché), Pedersen, Michael Matthews (Jayco – AlUla) und Aaron Gate (XDS – Astana).
Die 18. Etappe markiert den Beginn des anspruchsvollen Finales der Tour, mit drei aufeinanderfolgenden Bergetappen in den Alpen. Die Etappe am Donnerstag wird als Auftakt betrachtet, bevor es nach Alpe d’Huez geht. Sie führt über 185 Kilometer von Voiron nach Orcières-Merlette. Der Schlussanstieg ist 7,1 Kilometer lang und wird als nicht besonders schwer eingestuft. Die nächste Etappe startet am 23. Juli um 12:50 Uhr.
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Source: eurosport.de
