Tour de France: Norweger gewinnt Rekord-Sprintetappe
Die elfte Etappe der Tour de France 2026 wurde von Søren Wærenskjold (26) aus Norwegen gewonnen. Die 161 Kilometer lange Strecke von Vichy nach Nevers stellte einen neuen Geschwindigkeitsrekord für eine Etappe in der Geschichte der Frankreich-Rundfahrt auf. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h war dies die schnellste Etappe in den bisherigen 113 Austragungen des Rennens.
Der Massensprint in Nevers war der vierte für die Sprinter bei der diesjährigen Tour. Wærenskjold, der für Uno-X Mobility fährt, sicherte sich seinen ersten Etappensieg bei der Tour. Er profitierte von einer kurzen Tempoverschleppung im Sprint und setzte sich früh ab, um eine Lücke zu reißen und den größten Sieg seiner Karriere zu feiern.
Rekordtempo und Gesamtwertung
Die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,91 km/h übertraf den vorherigen Rekord von 50,356 km/h, der 1999 auf der vierten Etappe von Laval nach Blois erzielt wurde. Damals gewann die italienische Sprint-Legende Mario Cipollini (59) vor Erik Zabel (56). Die diesjährige Rekordetappe fand bei Temperaturen von 35 Grad statt, was die Leistung der Fahrer zusätzlich unterstreicht.
In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Tadej Pogacar (27) aus Slowenien behält weiterhin das Gelbe Trikot und führt mit einem Vorsprung von über dreieinhalb Minuten vor Jonas Vingegaard (29) aus Dänemark. Pogacar trug das Gelbe Trikot zum 60. Mal. Der Belgier Remco Evenepoel (26) liegt auf dem dritten Platz, knapp vier Minuten hinter Pogacar.
Der deutsche Fahrer Florian Lipowitz (25) aus Laichingen, der ebenfalls mit der Spitzengruppe ins Ziel kam, bleibt auf dem sechsten Platz der Gesamtwertung. Er liegt 38 Sekunden hinter seinem Co-Kapitän Evenepoel. Bester deutscher Sprinter auf der Etappe war Pascal Ackermann (32) auf dem neunten Platz, während Max Kanter (Cottbus) den 17. Platz belegte.
Stürze und die nächsten Etappen
Etwa 30 Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem Sturz, in den auch der deutsche Radprofi Georg Zimmermann involviert war. Der Vorfall ereignete sich in einer Verpflegungszone, wo Teammitarbeiter den Fahrern Verpflegungsbeutel reichen. Neben Zimmermann waren auch andere Profis betroffen. Trotz einer Gesichtsverletzung wird erwartet, dass Zimmermann am nächsten Tag wieder starten kann. Im vergangenen Jahr musste er die Frankreich-Rundfahrt aufgrund eines Sturzes vor der zehnten Etappe aufgeben.
Der Niederländer Olav Kooij belegte den zweiten Platz im Sprint, gefolgt von Milan Fretin aus Belgien auf dem dritten Rang. Ursprünglich wurde Jasper Philipsen Dritter, jedoch wurde er von der Jury wegen eines Regelverstoßes ans Ende des Feldes zurückgestuft. Philipsen hatte in den ersten drei Sprinttagen der Tour keinen Erfolg und zeigte sich zuletzt enttäuscht über seine Leistungen.
Die zwölfte Etappe am Donnerstag wird erneut die Sprinter in den Fokus rücken. Sie startet auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke in Magny-Cours und führt über 179,1 Kilometer nach Chalon-sur-Saône. Es wird erwartet, dass es dort eine weitere Sprintankunft geben könnte.
Max Kanter berichtete, dass er aus dem Ruhetag Kraft geschöpft habe und der Fokus darauf lag, Energie zu sparen. Er bemerkte, dass nach der Kletterpartie im Zentralmassiv einige Profis ihre Beine wieder aufwachen lassen mussten. Mads Pedersen, der das Grüne Trikot des Punktbesten trägt, äußerte sich zum Kampf um das Trikot und betonte, dass er es nach der nächsten Etappe hoffentlich noch tragen werde.
Die Teamkollegen von Wærenskjold, wie Tobias Johannessen und Anders Johannessen, zeigten sich überrascht und begeistert über den Sieg, besonders da Søren am Vortag noch traurig gewirkt hatte.
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Source: bild.de
