"Herzzerreißend": Pressestimmen zu Englands WM-Aus gegen Argentinien
"Herzzerreißend": Pressestimmen zu Englands WM-Aus gegen Argentinien

WM-Aus für England: Presse kritisiert Trainer Tuchel nach Halbfinalniederlage

Englands WM-Traum zerplatzt in Atlanta

Die englische Nationalmannschaft erlebte im Halbfinale der Weltmeisterschaft eine herzzerreißende Niederlage gegen Argentinien. Nach einer Führung mussten die Three Lions in der Schlussphase zwei Gegentore hinnehmen und schieden aus dem Turnier aus. Die Enttäuschung in England ist groß, und die Presse übt scharfe Kritik an Trainer Thomas Tuchel.

Das Spiel, das in Atlanta stattfand, endete mit einem 2:1-Sieg für Argentinien. Anthony Gordon hatte England in der 55. Minute in Führung gebracht. Doch Argentinien drehte die Partie durch Tore von Enzo Fernández in der 85. Minute und Lautaro Martínez in der 90. Minute plus drei Sekunden. Dieser späte Doppelschlag besiegelte das Aus für England und führte zu einer Welle der Trauer und Kritik in den englischen Medien.

Die „Daily Mail“ beschrieb die Situation als „Herzschmerz in Atlanta!“ und betonte, dass es eine weitere schmerzhafte Niederlage für England sei. Die Zeitung hob hervor, dass die Three Lions ihr drittes WM-Halbfinale in Folge verloren haben und diese Niederlage besonders schmerze. Auch „The Sun“ sprach von einer „Welt des Leids“ und berichtete, dass die Fans Tuchel für „feige“ Auswechslungen verantwortlich machten.

Kritik an Tuchels Taktik

Ein zentraler Punkt der Kritik in der englischen Presse ist die taktische Ausrichtung von Trainer Thomas Tuchel. Insbesondere seine Wechsel nach der Führung wurden hinterfragt. „The Mirror“ titelte: „Das ist herzzerreißend. Tuchels Wechsel gehen nach hinten los.“

Der ehemalige Nationalspieler Micah Richards äußerte sich kritisch zu Tuchels Entscheidung, nach der Führung auf eine defensive Fünferkette umzustellen. Er glaubte, dass England das Momentum hätte halten können, wenn stattdessen offensive Flügelspieler gebracht worden wären. Richards bemerkte, dass das Team am Ende nichts mehr entgegenzusetzen hatte.

Auch der ehemalige Nationalspieler Joe Hart schloss sich der Kritik an. Er argumentierte, dass England in großen Spielen erneut mit leeren Händen dastehe. Hart interpretierte Tuchels frühe defensive Umstellung in der zweiten Halbzeit als Zeichen dafür, dass der Trainer nicht genug Vertrauen in sein Team hatte und dachte, dass die Mittel fehlten, Argentinien weiter unter Druck zu setzen.

„The Telegraph“ hob hervor, dass England fünf Minuten vor Schluss in einem WM-Halbfinale führte und das Gefühl hatte, dass es diesmal anders sein könnte. Doch die Mannschaft verlor das Spiel durch zwei Gegentreffer innerhalb von sieben Minuten, was zu Vorwürfen führen wird, die noch Jahre anhalten könnten.

Argentinien feiert den Finaleinzug

Während England trauert, feiert Argentinien den Einzug ins Finale der Weltmeisterschaft. Die argentinischen Medien lobten insbesondere Lionel Messi, der beim 2:1-Erfolg seines Teams beide Treffer vorbereitete. „Clarín“ schrieb, dass Argentinien gegen England erneut Geschichte geschrieben habe und ein weiteres episches Spiel gedreht habe.

„Olé“ bezeichnete die Spieler als „Helden“ und sprach von einer historischen Aufholjagd. Die Zeitung hob hervor, dass Argentinien mit Toren von Enzo Fernández und Lautaro Martínez die Briten besiegt und das WM-Finale erreicht habe. „La Nación“ sprach von einem „Sieg für die Ewigkeit“.

Das Finale der WM 2024 wird zwischen Spanien und Argentinien ausgetragen. Die spanische Presse zeigte sich ebenfalls begeistert vom Erfolg Argentiniens. „Marca“ titelte: „Wir haben das Finalissima! Wie wunderbar!“ und „AS“ betonte, dass Messi einen weiteren WM-Titel wolle. Die Zeitung hob hervor, dass eine brillante und technisch versierte Schlussphase Argentinien ins Finale gegen Spanien brachte, das am Sonntag stattfinden wird.

Französische Medien wie „L’Équipe“ und „Le Figaro“ lobten das „Heroische Argentinien“ und die „Unverwüstlichkeit“ der Mannschaft, die erneut ein Comeback schaffte. Auch italienische Zeitungen wie die „Gazzetta dello Sport“ und der „Corriere dello Sport“ hoben die Rolle von Messi und die entscheidenden Tore von Fernández und Martínez hervor, die Argentinien zum zweiten Mal in Folge ins WM-Finale fliegen ließen.

Die „USA Today“ berichtete, dass Argentinien mit einem weiteren atemberaubenden Comeback den Einzug ins WM-Finale geschafft und mit zwei Toren innerhalb von sieben Minuten einen 2:1-Sieg gegen England perfekt gemacht habe. Die österreichische „Kronen-Zeitung“ beschrieb das Spiel als „Wahnsinn!“ und stellte fest, dass Joker Martínez mit seinem 2:1 in der Nachspielzeit die britischen Herzen brach.

Die Three Lions warten weiterhin auf ihren ersten Titel seit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 1966.

Thomas Tuchel traurig
Thomas Tuchel traurig Credit: sportschau.de

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Source: sportschau.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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