Wimbledon: Zverev verletzt sich im Finale, kann aber normal gehen
Zverevs Verletzung im Wimbledon-Finale
Alexander Zverev hat sich im Finale von Wimbledon bei einem Sturz das rechte Knie überdehnt. Dies gab der French-Open-Sieger nach seiner Niederlage gegen Jannik Sinner bekannt. Trotz der Verletzung, die während des dritten Satzes auf dem Rasen des Centre Courts geschah, konnte Zverev das Match fortsetzen und gab an, normal gehen zu können.
Zverev rutschte aus und überstreckte dabei sein Knie. Er lag anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, bevor Sinner ihm aufhalf. Obwohl sein Spiel leicht eingeschränkt war, insbesondere beim Aufschlag, wo die Geschwindigkeit nachließ, konnte er sich von der Grundlinie aus gut bewegen und dort gut spielen.
Reaktionen und Einschätzungen zur Verletzung
Der deutsche Tennisspieler äußerte sich zu seiner Verletzung und verglich sie mit einer früheren Knieverletzung in Wimbledon vor zwei Jahren. Damals hatte er sich den Knochen angebrochen. Dieses Mal glaubt er jedoch nicht, dass es so schlimm sei, obwohl er das Knie wieder zu sehr in die Extension gebracht habe, was möglicherweise zu einem Knochen-an-Knochen-Prall führte.
Die internationale Presse würdigte die Leistungen beider Finalisten, obwohl Zverev seinen zweiten Grand-Slam-Titel verpasste. Medien wie „The Sun“ und „The Telegraph“ berichteten über Sinners Sieg und Zverevs Bemühungen. „The Mirror“ hob hervor, dass Zverev zwar dem Kreis der Grand-Slam-Sieger beigetreten sei, seinen Erfolg von Paris jedoch nicht bestätigen konnte.
Sportsgeist auf dem Centre Court
Eine bemerkenswerte Szene ereignete sich während des dritten Satzes, als Zverev stürzte und sich das Knie hielt. Sinner, sein Gegner, überquerte das Netz, um sich nach Zverevs Befinden zu erkundigen und ihm aufzuhelfen. Diese Geste des Sportsgeistes wurde von vielen als außergewöhnlich in einem so hochkarätigen Finale wahrgenommen.

Die beiden Spieler kennen sich gut und haben bereits zahlreiche Matches gegeneinander bestritten. Sinners Handreichung in einem kritischen Moment des Spiels, als noch nichts entschieden war, zeigte Kameradschaft und Fairness. Zverev erinnerte sich an eine ähnliche Situation vor vier Jahren bei den French Open, als Rafael Nadal ihm nach einem Sturz zur Seite stand.
Die „Gazzetta dello Sport“ aus Italien hob hervor, dass Zverev selten so nah dran und so gefährlich war, obwohl es am Ende nicht reichte. „Tuttosport“ sprach von Sinners „legendärem Triumph“, während „Corriere dello Sport“ ihn als „König Sinner II“ bezeichnete. „Le Parisien“ aus Frankreich betonte, dass Sinner seine Krone verteidigt habe, obwohl er leiden musste, um Zverev zu bezwingen, der seit seinem ersten Major-Titel bei den French Open wie verwandelt wirke. Zverev konnte die Partie fortsetzen, obwohl er beim Aufschlag Schwierigkeiten hatte.
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Source: n-tv.de
