Roger Schmidt wird globaler Fußballchef von Red Bull
Roger Schmidt, ein ehemaliger Bundesliga-Trainer, wird ab dem 1. Oktober die Position des globalen Fußballchefs bei Red Bull übernehmen. Er tritt die Nachfolge von Jürgen Klopp an, der zum DFB gewechselt ist. Schmidt wird die sportliche Leitung der sieben Red Bull-Klubs weltweit verantworten.
Zu den Klubs, die unter Schmidts Verantwortung fallen werden, gehören Leipzig, New York, Salzburg, Bragantino in Brasilien und Ōmiya Ardija in Japan. Auch Leeds und Paris FC, an denen Red Bull Minderheitsbeteiligungen hält, sind Teil dieses Portfolios.
Schmidts Rückkehr und seine Philosophie
Oliver Mintzlaff, der Boss von Red Bull, äußerte sich erfreut über Schmidts Rückkehr. Er betonte, dass Schmidts langjährige Erfahrung, seine Fußballkompetenz und sein Verständnis für die Philosophie des Unternehmens ihn zur richtigen Person für die sportliche Ausrichtung des globalen Fußball-Portfolios machen. Mintzlaff hob zudem Schmidts Ruf für die Entwicklung junger Talente hervor.
Schmidt selbst äußerte sich stolz und erfreut über die neue Herausforderung. Er betonte die Einzigartigkeit und Ambition des internationalen Klub-Portfolios von Red Bull, das auf die Entwicklung junger Talente und den Erfolg auf höchstem Niveau ausgerichtet ist. Diese Kombination mache die Aufgabe für ihn besonders reizvoll.
Schmidt war bereits von 2012 bis 2014 als Trainer bei Red Bull Salzburg tätig und ist daher mit dem Red Bull-Kosmos vertraut. Seine Trainerkarriere umfasst Stationen bei Bayer Leverkusen, Beijing Guoan, PSV Eindhoven und Benfica Lissabon. In seiner Debütsaison 2022/23 mit Benfica Lissabon gewann er die portugiesische Meisterschaft und erreichte das Viertelfinale der Champions League. Sein Spielstil, der für intensiven, offensiven Pressingfußball steht, wird als passend zur Red Bull-Philosophie beschrieben.
Die neue Rolle und Schmidts Werdegang
In seiner neuen Funktion wird Roger Schmidt den sportlichen Bereich des „Global Soccer Team“ von Red Bull leiten. Florian Scholz wird den administrativen Teil verantworten. Schmidt war zuletzt als Global Sports Director der J-League in Japan tätig.
Vor seiner Zeit in Japan trainierte er Benfica Lissabon. In der Vergangenheit wurde Schmidt auch von großen Klubs wie Borussia Dortmund, dem FC Bayern und RB Leipzig umworben. Im Jahr 2023 war er zudem ein Kandidat für den Posten des Bundestrainers beim DFB, bevor Julian Nagelsmann diese Position übernahm.
Die Besetzung der Stelle als globaler Fußballchef erfolgte nur kurze Zeit nach Jürgen Klopps Wechsel zum DFB, nachdem dieser nach der Weltmeisterschaft und der Trennung des Deutschen Fußball-Bundes von Bundestrainer Julian Nagelsmann von Red Bull freigegeben wurde.
Source: bild.de
