Leipzig und Red Bull: Geheimplan bei Yan Diomande enthüllt
Ein interner Plan von RB Leipzig und Red Bull bezüglich des begehrten Teenagers Yan Diomande ist bekannt geworden. Trotz des Interesses von Top-Klubs aus England, Spanien und Frankreich hat RB Leipzig eine klare interne Entscheidung getroffen, die auf einem mehrteiligen Geheimplan basiert. Dieser Plan könnte eine Rolle bei der Zukunft des Spielers spielen, für den angeblich hohe Summen im Raum stehen.
Die Situation um Diomande ist Teil eines größeren Personal-Puzzles bei RB Leipzig. Marcel Schäfer, der Sportchef des Vereins, ist derzeit intensiv mit Transferverhandlungen beschäftigt. Dies wurde deutlich, als er selbst während des offiziellen Trainingsstarts des neuen Trainers Martín Demichelis noch Gespräche führte, unter anderem erfolgreich mit Brighton & Hove Albion. Kurz darauf wurde Brajan Gruda als 25. Profi in den Kader aufgenommen, nachdem seine Freigabe und Leihe abgeschlossen waren.
Transferstrategie und Kaderplanung
Tatjana Haenni, die CEO des Klubs, betonte die Bedeutung von Transfereinnahmen für RB Leipzig. Sie erklärte, dass sich im Bereich der Zu- und Abgänge noch einiges ergeben werde und dass Transfererlöse „sehr, sehr wichtig“ seien. Die Dynamik des Geschäfts führe dazu, dass manche Entwicklungen schneller voranschreiten als andere, was die Planung erschwere. Derzeit sei die „budgettechnische Balance“ noch nicht vollständig gegeben, was sich laut Haenni in den kommenden Wochen ändern soll. Dies ist auch notwendig, da Ende Juli sieben weitere WM-Fahrer zum Kader stoßen werden.
Mit dem erwarteten Neuzugang Maxime Esteve, der vom Premier-League-Absteiger FC Burnley kommen soll, würde der Kader mindestens 33 Spieler umfassen. Trainer Demichelis äußerte den Wunsch, jede Position doppelt zu besetzen, benötigt dafür jedoch nicht eine derart große Anzahl an Profis. Die aktuelle Marktsituation, insbesondere die Dominanz der Premier League, beeinflusst die Transferaktivitäten erheblich. Schäfer hob hervor, dass die Premier League sowohl sportlich als auch wirtschaftlich sehr attraktiv sei, was sich auf dem Transfermarkt widerspiegele. Er merkte an, dass jeder Premier-League-Klub, selbst Aufsteiger, in einer Weise einkaufen könne, wie es in Deutschland nur drei oder vier Top-Klubs möglich sei. Die Marktlage habe sich nach dem vorzeitigen WM-Ausscheiden der DFB-Elf nicht verbessert.
In diesem Kontext wird berichtet, dass der FC Liverpool angeblich 100 Millionen Euro für Yan Diomande geboten hat. Trotzdem soll der Ivorer nach einer Entscheidung von Schäfer noch eine Saison bei RB Leipzig bleiben. Zunächst sollen Einnahmen durch die Rückkehr von Leihspielern wie Eljif Elmas (SSC Neapel), Arthur Vermeeren (Olympique Marseille) und Lutsharel Geertruida (AFC Sunderland) generiert werden.
Kaderanpassungen und Zukunftsaussichten
Auch der ehemalige Nationalspieler Lukas Klostermann, der in der Vorsaison eher als Reservist agierte, wird erneut als Verkaufskandidat gehandelt. Die Angebote für den bis 2028 unter Vertrag stehenden Spieler, der zu den Topverdienern gehört, sollen jedoch nicht besonders hoch sein. Im Gegensatz dazu laufen die Verträge der erfahrenen Spieler Peter Gulacsi (36 Jahre), Willi Orban (33) und Kapitän David Raum (28) nach dieser Saison aus.
Die Abwehr ist ein zentrales Thema für den ehemaligen Weltklasse-Verteidiger Demichelis. Mit dem 21 Jahre alten Neuzugang Abdoul Koné und dem Wunschspieler Esteve (24) wurde eine Verjüngung der Defensive eingeleitet. Schäfer beschrieb den aktuellen Stand des Vereins als eine „Mittelstation“ nach einem erfolgreichen Umbruch im letzten Jahr. Er forderte weitere Verbesserungen sowohl auf als auch außerhalb des Platzes, um den Klub in den kommenden Jahren weniger abhängig von hohen Transfereinnahmen zu machen.
Derzeit ist RB Leipzig jedoch weiterhin auf solche Einnahmen angewiesen. Die 42,75 Millionen Euro, die durch die Kaufpflicht von Juventus Turin für Loïs Openda erzielt wurden, reichen nicht aus, um die budgetäre Balance vollständig herzustellen. Daher könnte es notwendig sein, dass auch Spieler wie die Franzosen Castello Lukeba und El Chadaille Bitshiabu den Verein verlassen. Demichelis betonte die Bedeutung der „Körpersprache für die Mannschaft“ im Auswahlprozess und sein Credo, dass „Entwicklung kein Limit“ habe, was er in den nächsten Wochen spüren möchte.
Read Also
Source: bild.de
