(S+) Fußball-WM 2026 im Liveticker: Drei Erkenntnisse aus Englands Sieg gegen Norwegen
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Miami: Bellingham schießt England ins Halbfinale der WM 2026

Englands Weg ins Halbfinale

Die englische Nationalmannschaft hat sich bei der WM 2026 in einem packenden Viertelfinale gegen Norwegen durchgesetzt und das Halbfinale erreicht. Das Team von Trainer Thomas Tuchel besiegte die Norweger in Miami mit 2:1 nach Verlängerung. Dieser Sieg beendete die überraschende Reise Norwegens im Turnier und hält den Traum der Engländer vom ersten Titel seit 1966 am Leben.

Das Spiel war von Beginn an von schwierigen Bedingungen geprägt, darunter hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Trotz dieser Umstände gelang es England, sich durchzusetzen, auch wenn sie sich zunächst schwer taten. Die Norweger, die diszipliniert verteidigten und Harry Kane und seinen Mitspielern kaum Räume ließen, gingen durch Andreas Schjelderup in Führung.

Bellingham als entscheidender Spieler

Jude Bellingham erwies sich erneut als der entscheidende Spieler für England. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid, der bis zur Nachspielzeit der ersten Hälfte unauffällig agierte, war plötzlich zur Stelle. Nach einem Zuspiel von Anthony Gordon nahm Bellingham den Ball an der Strafraumkante mit einem herausragenden ersten Kontakt an, umspielte den norwegischen Verteidiger Torbjörn Heggem und traf mit links zum wichtigen Ausgleich kurz vor der Pause.

Sein Ausgleichstreffer sorgte für Diskussionen, da der Ball im Vorfeld möglicherweise ein über dem Spielfeld gespanntes Kamerakabel berührt hatte. Die FIFA stellte jedoch klar, dass dies nicht der Fall war. Kurz nach Beginn der Verlängerung war Bellingham erneut zur Stelle und staubte zum 2:1-Siegtreffer ab, was seine Rolle als „Gamechanger“ für England unterstrich.

Bellingham hat sich bei der WM 2026 als der Mann für die wichtigen Tore etabliert. Nach einem Doppelpack im Achtelfinale gegen Co-Gastgeber Mexiko, bei dem England mit 3:2 gewann, wurde er erneut zum „Man of the Match“ gekürt. Er hat nun sechs Tore in sechs Spielen bei diesem Turnier erzielt, genauso viele wie Stürmerstar Harry Kane.

Trainer Thomas Tuchel lobte Bellinghams Leistung nach dem Spiel als „Weltklasse!“. Der Spieler selbst blieb bescheiden und sagte, es sei ein Sieg für das ganze Land gewesen. In der Heimat wurde er als Held gefeiert, mit Schlagzeilen wie „Bellingham, der Retter, schickt England erneut ins WM-Halbfinale“ und „Bellingham ist der Held“.

Jude Bellingham
Jude Bellingham Credit: sportschau.de

Herausforderungen und Ausblick

Der Sieg gegen Norwegen zeigte jedoch auch die Anfälligkeit der englischen Mannschaft. Wie schon in den vorherigen Runden gegen die DR Kongo (2:1) und Mexiko (3:2) musste England enorm leiden, um eine Runde weiterzukommen. Von den insgesamt 13 Turniertreffern des Teams steuerten Bellingham und Kane zwölf bei, was eine gewisse Abhängigkeit von diesen beiden Spielern aufzeigt.

Diese Abhängigkeit könnte für den kommenden Halbfinalgegner, entweder Weltmeister Argentinien oder die Schweiz, ein Schlüssel sein, um England zu knacken. Die Engländer müssen sich steigern, um ihren Traum vom Titel zu verwirklichen, da Norwegen ihnen reichlich Gegenwehr bot und sogar in Führung ging.

Das Spiel war auch von Schiedsrichterentscheidungen geprägt. Ein Tor von Torbjörn Lysaker Heggem für Norwegen wurde nach Sichtung der Videobilder wegen eines Fouls von Haaland nicht anerkannt. Später wurde England ein Foulelfmeter zugesprochen, der ebenfalls nach Videoüberprüfung zurückgenommen wurde.

Die Norweger, die durch Andreas Schjelderup in Führung gingen, hatten weitere Chancen, darunter einen Lattentreffer von Kristoffer Ajer. Trotz der Bemühungen der Norweger und eines Patzers von Keeper Nyland, der Bellinghams Siegtreffer ermöglichte, konnte England das Spiel für sich entscheiden. Das Halbfinale findet am Mittwoch in Atlanta statt und wird eine weitere Bewährungsprobe für die englische Mannschaft sein.

Credit: ran.joyn.de

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Source: spiegel.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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