Niederländischer Spieler Gakpo trauert um ungeborenen Sohn während der WM
Während der laufenden FIFA Fußball-Weltmeisterschaft trauert der niederländische Spieler Cody Gakpo um den Verlust seines ungeborenen Sohnes. Der Stürmer des FC Liverpool bat über Instagram um die Wahrung der Privatsphäre seiner Familie in dieser schwierigen Zeit. Er beschrieb die Situation in seiner Instagram-Story als „unglaublich schwere Zeit für unsere Familie“.
Die Weltmeisterschaft, an der 48 Mannschaften teilnehmen, wird bis zum 19. Juli in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko ausgetragen. Auch die deutsche Nationalmannschaft hat die Gruppenphase überstanden und ist ins Sechzehntelfinale eingezogen. Ihr erster K.-o.-Gegner ist Paraguay. Das Spiel findet am Montagabend im Foxborough-Stadion nahe Boston statt.
Deutsche Nationalmannschaft nach Gruppensieg
Die deutsche Nationalmannschaft sicherte sich den Gruppensieg in der Gruppe E bereits vor der 1:2-Niederlage gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel. DFB-Direktor Rudi Völler äußerte sich auf einer Pressekonferenz am Samstag zur Leistung des Teams. Er betonte, dass die Mannschaft an guten Tagen, wenn sie ihr volles Potenzial ausschöpft, gegen jede Mannschaft gewinnen kann.
Völler erklärte, dass ein paar Prozent weniger Einsatz, wie möglicherweise gegen Ecuador geschehen, dazu führen können, dass die Mannschaft gegen einige Gegner verliert. Er merkte an, dass andere Nationen möglicherweise auch mit weniger Einsatz ihre Ziele erreichen können, dies aber für die deutsche Mannschaft nicht zutrifft. Trotzdem zeigte sich Völler vor dem Achtelfinale entspannt und zuversichtlich, dass die Mannschaft am Montag alles geben wird.
Auch der ehemalige Spieler Lukas Podolski sprach nach der Niederlage gegen Ecuador einige Mängel der DFB-Elf an. Er meinte, dass eine solche Niederlage manchmal gut sein kann, um zum Nachdenken anzuregen. Toni Kroos erinnerte an ein früheres Alles-oder-nichts-Spiel bei der WM 2014 und sieht die aktuelle DFB-Auswahl nicht so weit wie das damalige Team. Er wies darauf hin, dass die damalige Mannschaft auch schlechte Spiele gewinnen konnte, was der aktuellen Mannschaft seiner Meinung nach fehlt.
Weitere Entwicklungen im Turnier
Im Turnierverlauf gab es auch Kritik am Weltfußballverband FIFA. Der Kapitän des Iran, Mehdi Taremi, kritisierte die FIFA scharf wegen der Einreisebeschränkungen für sein Team in die USA. Die iranische Nationalmannschaft muss für jedes Spiel aus ihrem WM-Quartier in Tijuana, Mexiko, in die USA einreisen und darf sich nur für kurze Zeiträume vor und nach den Spielen dort aufhalten. FIFA-Boss Gianni Infantino hatte nach dem ersten WM-Spiel gegen Neuseeland eine Verbesserung der Bedingungen versprochen, doch laut Taremi hat sich bisher nichts geändert.
Der Trainer von Uruguay, Marcelo Bielsa, zeigte während des Spiels seine unkonventionelle Art, indem er zur Halbzeit Torwart Fernando Muslera und den Spieler Fede Valverde auswechselte. Für Uruguay und Saudi-Arabien ist die Weltmeisterschaft bereits beendet. Kap Verde qualifizierte sich hingegen sensationell für die nächste Runde.

Ägypten hat nach dem 1:1-Unentschieden gegen den Iran als Zweiter der Gruppe G das Weiterkommen gesichert. Sie treffen am Freitag in Dallas auf Australien. Der Iran muss als Dritter mit drei Punkten noch die finalen Partien am Samstag abwarten, um zu sehen, ob sie als einer der besten Gruppendritten weiterkommen.
Im Parallelspiel gewann der Senegal deutlich mit 5:0 gegen den Irak. Die Torschützen waren Abdoulaye Seck, Ismaïla Sarr, Pape Gueye (zwei Tore) und Iliman Ndiaye. Der Senegal wahrt damit die Chance auf die Zwischenrunde, während der Irak punktlos ausscheidet.
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Source: stern.de
