WM Live-Ticker: Norwegen gegen Frankreich – 0:1 durch Habib Diarra
WM Live-Ticker: Norwegen gegen Frankreich – 0:1 durch Habib Diarra

Norwegen gegen Frankreich: Dembélé sichert Frankreich die Führung

Frühe Führung und schnelle Antwort

Im Fußball-WM-Spiel zwischen Norwegen und Frankreich, das in Boston ausgetragen wird, konnte Frankreich früh in Führung gehen. Bereits in der 7. Minute erzielte Ousmane Dembélé das erste Tor für die französische Mannschaft. Der Treffer resultierte aus einem Ballverlust der Norweger im Mittelfeld, woraufhin Kylian Mbappé einen Steilpass auf Dembélé spielte, der den Ball aus 15 Metern ins linke Eck schoss. Die französische Mannschaft zeigte von Beginn an eine offensive Spielweise und übte viel Druck aus, was sich in der frühen Führung widerspiegelte.

Kurz darauf, in der 20. Minute, erhöhte Ousmane Dembélé erneut für Frankreich zum 0:2. Nach einer energischen Aktion von Kylian Mbappé im Mittelfeld, der den Ball zu Dembélé spielte, zog dieser vor dem Sechzehner nach innen und schlenzte den Ball aus 19 Metern ins lange Eck. Diese Aktion unterstrich die offensive Stärke der französischen Mannschaft. Die Norweger, deren B-Elf auf dem Platz stand, wirkten in dieser Phase überfordert.

Doch Norwegen zeigte eine schnelle Reaktion. Nur Sekunden nach dem Wiederanpfiff nach dem zweiten französischen Tor gelang Thelo Aasgaard in der 21. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2. Nach Vorlage von Andreas Schjelderup, der sich auf der linken Seite durchsetzte, ließ Aasgaard seinen Gegenspieler stehen und traf aus 15 Metern flach ins linke Eck. Dieser Treffer sorgte für neue Spannung in der Partie.

Turbulente erste Hälfte und Trainerentscheidungen

Die erste Hälfte des Spiels war von hohem Tempo und vielen Torszenen geprägt. Nach dem Anschlusstreffer durch Norwegen ging es in der 24. Minute zunächst in eine Trinkpause. Die Unterhaltung war bis dahin gesichert, und Frankreich blieb weiterhin gefährlich. Kurz nach der Pause, in der 32. Minute, stellte Ousmane Dembélé mit seinem dritten Treffer den Zwei-Tore-Vorsprung für Frankreich wieder her. Nach einer Vorlage von Aurélien Tchouaméni schoss Dembélé den Ball aus 14 Metern erneut ins linke Eck. Die norwegische Defensive konnte den Angreifer dabei nicht entscheidend stören.

Trotz des Rückstands gaben sich die Norweger nicht auf. In der 29. Minute versuchte Norwegen über die linke Seite, wo Schjelderup bis zur Grundlinie vordrang. Seine Hereingabe landete am Fünfer, doch die französischen Verteidiger konnten klären. In der 38. Minute beruhigte Norwegen das Spiel mit viel Ballbesitz, während Frankreich nicht mehr so aggressiv presste. Die Skandinavier konnten jedoch keine nennenswerten Offensivaktionen kreieren, und die Defensiven beider Teams wirkten stabiler.

Vor dem Spiel hatte die Entscheidung des norwegischen Trainers Ståle Solbakken, Erling Haaland auf die Bank zu setzen und neun Spieler auszutauschen, für Diskussionen gesorgt. Viele Fans hatten sich auf das Duell zwischen Haaland und Kylian Mbappé gefreut. Jonas Hofmann, ein Bundesliga-Profi und TV-Experte, äußerte sein Bedauern über diese Entscheidung und vermutete, dass Haaland selbst nicht ganz einverstanden gewesen sein könnte, da er den Titel des Torschützenkönigs bei der Weltmeisterschaft anstrebe. Solbakken hatte bereits Anfang der Woche eine Rotation angekündigt, doch das Ausmaß der Änderungen überraschte viele Beobachter. Haaland hatte in dieser WM bereits vier Tore in zwei Spielen erzielt.

Ausblick auf die K.o.-Phase

Beide Teams hatten vor diesem Spiel eine erfolgreiche Gruppenphase hinter sich. Frankreich gewann gegen Senegal mit 3:1 und gegen den Irak mit 3:0. Kylian Mbappé traf dabei viermal und erreichte damit 16 WM-Tore, gleichauf mit dem ehemaligen Rekordhalter Miroslav Klose. Lionel Messi liegt mit 17 Toren noch knapp davor. Norwegen war ebenfalls erfolgreich und besiegte den Irak mit 4:1 sowie Senegal mit 3:2. Auch Haaland hatte vor diesem Spiel bereits vier Tore erzielt.

Der Gruppensieger würde im Achtelfinale auf einen Gruppendritten treffen, wobei Schottland und Paraguay als mögliche Gegner genannt wurden, aber als unwahrscheinlich galten. Andere Optionen wären Schweden oder die Dritten aus den Gruppen G und H, wo noch alles offen war. Stand jetzt wären dies Belgien und Kap Verde, die jedoch mit nur zwei Punkten kaum in die K.o.-Runde einziehen würden. Im weiteren Verlauf könnten im Achtelfinale Deutschland, im Viertelfinale die Niederlande und im Halbfinale Spanien warten. Der Zweite aus Gruppe I würde im Sechzehntelfinale in Dallas auf die Elfenbeinküste treffen, gefolgt vom Gewinner der Partie zwischen Japan und Brasilien. Danach könnten auf dem Weg ins Finale noch England und Argentinien warten.

Die Partie wurde von Schiedsrichter Michael Oliver aus England geleitet, der zu den erfahrenen Referees gehört und bereits vier WM-Einsätze vorweisen kann, darunter das Spiel zwischen den Niederlanden und Schweden, das 5:1 endete. Seine Assistenten und der VAR waren ebenfalls Landsmänner, während der Vierte Offizielle aus China kam. Die erste Gelbe Karte der Partie erhielt Patrick Berg von Norwegen in der 10. Minute, nachdem er Olise mit einem Halten gestoppt hatte.

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Source: t-online.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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