Formel 1: Spielberg GP – Entscheidung um Österreich-Pole gefallen - BILD
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Russell sichert sich Pole Position beim Großen Preis von Österreich

George Russell hat sich die Pole Position für den Großen Preis von Österreich gesichert. Der Mercedes-Pilot fuhr im Qualifying die Bestzeit, was jedoch zu einer Untersuchung durch den Weltverband Fia führte. Diese Untersuchung blieb jedoch ohne Folgen, da Russells Verhalten unter gelber Flagge als regelkonform eingestuft wurde.

Die Entscheidung fiel in den letzten Minuten des Qualifyings, als Max Verstappen mit seinem Red Bull verunfallte. Dies führte zu einer gelben Flagge auf der Strecke. Russell, der zu diesem Zeitpunkt hinter Verstappen fuhr, reduzierte kurzzeitig sein Tempo, bevor er wieder beschleunigte. Teamchef Toto Wolff lobte Russell für sein „super cleveres“ Vorgehen und betonte, dass es sich lediglich um eine einfache gelbe Flagge handelte.

Kontroverse um gelbe Flagge und Russells Vorgehen

Nach Verstappens Unfall kam der Verdacht auf, dass Russell möglicherweise zu schnell unter gelber Flagge unterwegs gewesen sein könnte. Die Fia leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Es stellte sich jedoch heraus, dass Russell in der Gefahrenzone kurz vom Gas gegangen war, was als „Lupfen“ bezeichnet wird. Er verlor dabei nach eigenen Angaben etwas mehr als 0,1 Sekunden.

Der entscheidende Punkt war die Art der gelben Flagge. Bei einer einfachen gelben Flagge müssen Fahrer lediglich kurz das Tempo reduzieren, um kein Risiko an der Unfallstelle einzugehen. Eine doppelte gelbe Flagge hingegen würde erfordern, dass die Fahrer in der Lage sind, ihre Fahrzeuge sofort zu stoppen. Da es sich um eine einfache gelbe Flagge handelte, wurde Russells Verhalten als regelkonform bewertet und die Untersuchung eingestellt.

Toto Wolff hob hervor, dass Russell einen „100-Meter-Lift“ gemacht habe, was seine Erfahrung unterstreiche. Diese Erfahrung fehlte offenbar Russells Teamkollegen Kimi Antonelli, der von einer doppelten gelben Flagge ausging und zu stark vom Gas ging. Antonelli bezeichnete dies als Fehler seinerseits, startet aber dennoch von Rang vier ins Rennen, nachdem er in den Trainingseinheiten dominierend war.

Spannendes Qualifying und die Rolle der Teamstrategie

Das Qualifying war hart umkämpft. Neben Russell kämpften auch die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton sowie Max Verstappen um die Spitzenpositionen. Verstappen, der im runderneuerten Red Bull konkurrenzfähig wirkte, verlor in der vorletzten Kurve den Grip und schied aus. Er wird das Rennen von Platz fünf starten, nachdem er im zweiten Teil des Qualifyings nur knapp den Einzug in den letzten Abschnitt geschafft hatte.

Ein Funkspruch von Toto Wolff an Russell, „George, jetzt fahr einfach!“, sorgte ebenfalls für Aufsehen. Russell erklärte später, dass dies kein wütender Tadel, sondern eher ein motivierender Zuspruch vor dem letzten Versuch im Qualifying war. Er betonte die schwierige Saison für Mercedes und die Bedeutung solcher Nachrichten für sein Selbstvertrauen. Russell hatte zuvor mit Leclerc gesprochen, der als einer der besten Qualifyer im Feld gilt.

Die Suche nach dem „Sweetspot“ des Autos bleibt für Russell eine Herausforderung. Obwohl er am Ende zweieinhalb Zehntel vor Charles Leclerc lag, hätte er fast den Sprung ins Q3 verpasst. Russell betonte, wie schwierig es sei, in solchen Momenten nicht zu übertreiben, wenn man im Rückstand liegt. Manchmal sei es schneller, ein paar Meter früher zu bremsen. Solche Momente, so Russell, stellen das Selbstvertrauen wieder her.

Die hohen Temperaturen in Spielberg, mit rund 33 Grad in der Luft und über 50 Grad auf dem Asphalt, spielten ebenfalls eine Rolle. Für den Renntag werden bis zu 36 Grad erwartet, was den Reifenverschleiß deutlich erhöhen könnte. Nico Hülkenberg im Audi startet von Platz 14 und wartet weiterhin auf seine ersten Saisonpunkte. Russell liegt in der WM-Wertung 50 Punkte hinter Spitzenreiter Antonelli auf Rang drei, während Hamilton mit 41 Zählern Rückstand Zweiter ist.

Russell zeigte sich zuversichtlich, seinen Teamkollegen Kimi Antonelli im Rennen besiegen zu können, wenn er denselben Rhythmus wie in früheren Rennen findet. Der Große Preis von Österreich beginnt am Sonntag um 15 Uhr.

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Max Verstappens Auto muss abgeschleppt werden.(Foto:IMAGO/Jan Huebner) Credit: n-tv.de

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Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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