WM 2026: Wie Julian Nagelsmann die Mannschaft verlor! - BILD
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DFB-Team scheidet bei WM 2026 aus: Kritik an Nagelsmann und DFB-Führung

Nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Paraguay steht die Führung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie die Rolle von Bundestrainer Julian Nagelsmann im Fokus der Kritik. Der Nagelsmann kehrte kommentarlos nach Deutschland zurück und mied den Hauptausgang am Flughafen München, wo Journalisten auf eine Stellungnahme warteten. Auch Spieler wie Jamal Musiala nutnten einen Hinterausgang, während Aleksandar Pavlovic sich kurz äußerte.

Die Zukunft Nagelsmanns als Bundestrainer ist nach dem Turnieraus offen. Sein Vertrag läuft bis nach der Europameisterschaft 2028, für die sich das DFB-Team noch qualifizieren muss.

Kritik an DFB-Führung und Nagelsmann

Dietmar Hamann, ein Experte, forderte eine Hinterfragung der Entscheidungen von DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Geschäftsführer Andreas Rettig. Hamann kritisierte insbesondere die Vertragsverlängerung Nagelsmanns bis zur EM 2028, obwohl die Mannschaft zuvor eine durchschnittliche EM und eine schlechte Qualifikation gespielt habe. Er betonte, dass die Führung des DFB infrage gestellt werden müsse.

Nach dem WM-Aus gab es auch Kritik daran, dass sich die Verantwortlichen nicht den kritischen Fragen der Öffentlichkeit stellten. Statt einer Pressekonferenz gab es lediglich ein vom DFB verbreitetes Video-Statement von Neuendorf, bei dem keine Fragen gestellt werden konnten.

Auch Philipp Lahm äußerte sich kritisch zur Weiterbeschäftigung Nagelsmanns. Der Weltmeister-Kapitän von 2014 betonte, dass der Bundestrainer die Verantwortung für das Ausscheiden trage und dass die Entwicklung der Mannschaft nach der Heim-EM ausgeblieben sei. Lahm forderte eine schnelle Analyse und Antworten vom DFB.

Nagelsmanns Umgang mit dem Team

Entscheidungen bezüglich Kader, System und Stammelf sollen zu Verunsicherung geführt haben. Auch der Umgang mit Führungsspielern und Torhütern wird als Faktor genannt. Es wird beschrieben, dass Nagelsmann sich abgekapselt habe und einen Zickzackkurs verfolgte.

Diese internen Zweifel und Fehlgriffe sollen zum Scheitern der Mannschaft beigetragen haben.

Mögliche Nachfolger und Schiedsrichterentscheidung

Medienberichten zufolge ist Jürgen Klopp offen für den Posten des Bundestrainers, sollte der DFB an ihn herantreten. Klopp betonte jedoch, dass er einen Job habe und es bereits einen Bundestrainer gebe. Er hob hervor, dass sich viele Dinge ändern müssten, um wieder dorthin zu gelangen, wo die Mannschaft einst war.

Mats Hummels nannte neben Klopp auch Pep Guardiola als möglichen geeigneten Bundestrainer. Er bezeichnete beide als die besten Trainer der letzten Jahre und könnte sich beide sehr gut in dieser Rolle vorstellen. Hummels favorisierte jedoch seinen früheren Vereinstrainer bei Borussia Dortmund, der eine Mannschaft auf das Gewinnen ausrichten könne.

Im Sechzehntelfinale sorgte auch eine Schiedsrichterentscheidung für Diskussionen. Das vermeintliche Führungstor von Jonathan Tah zum 2:1 gegen Paraguay wurde nach Eingreifen des Videoschiedsrichters nicht anerkannt. Der FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verteidigte die Entscheidung, die auf ein Foul von Waldemar Anton an Paraguays Torwart Orlando Gill zurückzuführen war. Collina erklärte, dass Spieler und Trainer über solche Vergehen informiert seien und Schiedsrichter angewiesen seien, bei absichtlicher Behinderung von Gegenspielern, insbesondere des Torhüters, einzugreifen.

Die Entscheidung stieß in Deutschland auf Kritik, während andere Experten, wie der frühere englische Schiedsrichter Mark Clattenburg, sie als klares Foul bewerteten. Die DFB-Reisegruppe, darunter die Nationalspieler Angelo Stiller und Jamie Leweling, landete am frühen Morgen in Frankfurt am Main, äußerte sich aber ebenfalls nicht öffentlich zum frühen WM-Scheitern.

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Source: bild.de

Sebastian Roth

Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball und internationale Wettbewerbe.

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